KOINAE

Gewidmet: Alfred Naumann aus Chemnitz, Weltföderalist, Quäker, Jude, Auschwitz-Überlebender.

 

„Koinae“ ist die uns allen gemeinsame Welt. Diese Webseite verbreitet die Botschaft,

dass alle Menschen Brüder und Schwestern sind und dass die Menschheit friedlich

in einem föderalen und demokratischen Rechtsstaat geeint werden sollte.

 

Dieser Staat wird sich auf das Internet stützen, welches die Menschen in einem

globalen Kollektiv von freien und gleichwertigen Menschen vereint,

das sich – ohne Hierarchien- selbst regiert.

 

Maßstab dieser Regierung wird sein, daß 80 % der Bedürfnisse, die ein Mensch hat,

mit 20 % des Aufwandes, den ein Verschwender betreibt, gedeckt werden können,

d.h. mit dem, was ein Verschwender verbraucht, könnten 5 Menschen ein gutes Leben führen.

Letztlich läuft jedes Verbrechen und jede Korruption daraufhin hinaus, etwas zu verschwenden,

nämlich das Leben und den Besitz der Opfer. Verschwendung und Verbrechen sind ganz nahe beieinander.

Der maßlose Reichtum der einen wir durch die maßlose Armut der anderen bezahlt. Aber warum

sollen sich die vielen von den wenigen beherrschen und ausbeuten lassen ?

Sie müssen nur die Kontrolle über die verschwenderische Minderheit der Mächtigen erlangen.

Das ist der Kern der sozialen Demokratie.

 

There is enough for the need, but not for the greed.

Eine private Webseite von Richard Beiderbeck   webmaster@koinae.de

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Ich kandidiere !

 

Eine kleine Gruppe von maßlos gierigen Betrügern hat unseren Staat in die Falle der Schuldknechtschaft gelockt. Die Regierungen und Parlamente können nicht mehr frei entscheiden, sondern sind zu willfährigen Marionetten der Ausbeuter geworden, die uns in Armut und Sklaverei treiben.

 

Aber das Geld hat nur Macht über den, der an seinen Wert glaubt.

 

Die Zeit ist gekommen, der Macht der Geldgierigen mit friedlichen, gewaltfreien und demokratischen Mitteln zu widerstehen. Den größten Gefallen, den wir ihnen tun könnten, wäre, zur Gewalt zu greifen, denn dann wären wir im Unrecht, und sie könnten ihre Anwälte und den staatlichen Machtapparat, den sie für ihre Zwecke missbrauchen, gegen uns in Bewegung setzen.

 

Nein, wir werden mit den Mittel des Geistes kämpfen, denn die Gier und das Geld sind dumm. Der Geist ist stärker als das Geld, und deshalb wird letztlich der Geist über das Geld siegen.

 

Ich habe mich entschlossen, für den kommenden 18. Bundestag als parteifreier Direktkandidat im Wahlkreis 219 - München Ost, der die Stadtbezirke Altstadt-Lehel, Au-Haidhausen, Berg am Laim, Bogenhausen, Ramersdorf-Perlach und Trudering Riem umfasst, zu kandidieren.

 

Die Regierung in Berlin ist nur eine Attrappe, und die politischen Akteure tun nur so, als könnten sie frei entscheiden. Was sie uns täglich bis zum Überdruß servieren, ist Polit-Theater und Parteienspektakel, und es dient nicht dem Wohl der Allgemeinheit. Was sie tun, mehrt nur Reichtums derer, die schon viel zu viel haben.

 

Keine der großen und kleinen Parteien dient dem Normalbürger. Mit großer Geste verteilen Sie kleine Geschenke an das Wahlvolk. Geschenke, die vom Bürger selbst erarbeitet wurden und die eigentlich ihm gehören. Gleichzeitig verschleudern die Politiker das Volkseigentum an gierige Investoren. Telecom, Post, Bahn (mit all ihren wertvollen Immobilien in zentraler Lage) werden in Aktiengesellschaften verwandelt und von Spekulanten zum Schnäppchenpreis aufgekauft - aber nicht mit eigenem Geld, sondern mit Krediten, die sie aufnehmen. Als Sicherheit dienen die gekauften Objekten. De facto bekommen die geldgierigen Vampire also das Volksvermögen geschenkt.

 

Die Außenpolitik unserer Regierung besteht hauptsächlich darin, die USA bei ihrem feigen Bombenkrieg gegen unschuldige Zivilisten zu unterstützen.

 

Die Wirtschafts- und Sozialpolitik hat zum sozialen Abstieg nicht nur der Arbeiter und Angestellten, sondern auch der Freiberufler und des Mittelstandes geführt. Breite Bevölkerungskreise verarmen. Das ist die traurige Bilanz der letzten zwanzig Jahre deutscher Politik. Wen wundert es, daß wir den schönfärberischen Reden der Parteipolitiker keinen Glauben mehr schenken ? Aber man wählt sie trotzdem, weil es bisher scheinbar keine Alternative gibt. Oder man verweigert den Gang zur Wahlurne, bewirkt aber damit nichts.

 

Da ich mich von keiner der existierenden Parteien vertreten fühle, will ich die großartige Möglichkeit, die jeder Bürger hat, nämlich auch sein passives Wahlrecht auszuüben, dankbar nutzen, statt nur zu protestieren und zu kritisieren.

 

Mein Programm ist die Freiheit,

meine Verpflichtung ist Menschlichkeit,

meine Partei ist die Mehrheit,

meine Nation ist die Menschheit,

meine Religion ist die Wahrheit,

mein Ziel ist die Gerechtigkeit.

 

Ich bin Deutscher und meinem Volk gilt meine Dankbarkeit.

 

Wie kann man nun den politischen Fehlentwicklungen begegnen ? Antwort: Durch mehr Demokratie.

 

Die parlamentarische Demokratie ist aus der Unmöglichkeit heraus geboren, ein Volk von vielen Millionen in einem Plenarsaal zu versammeln, um es über die politischen Fragen zu entscheiden zu lassen. Deshalb fand man vor über 200 Jahren die damals fortschrittliche Lösung, daß die Einwohner eines Wahlbezirkes durch einen Abgeordneten repräsentiert werden.

 

Eigentlich sollte der Delegierte nur den Willen der Mehrheit der Wähler in seinem Wahlkreis vertreten. Da der Wählerwillen aber in vielen Fragen unbekannt ist, kann der Volksvertreter nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden. Aber auch das tut er nicht, sondern er ist an den Fraktionszwang gebunden, d.h. er tut das, was der Partei und ihrer Klientel und ihren Geldgebern nützt. 

 

So haben sich das Parlament und die parlamentarische Demokratie immer mehr vom Volk entfernt und den Lobbyisten immer mehr angenähert. Wo endet der Lobbyismus und wo beginnt die Korruption ? Gibt es so etwas wie die ganz normale und legale Korruption ?

 

Eine Reform scheint unmöglich, weil jeder, der die parlamentarische Demokratie weiter entwickeln will, als Feind der Verfassung abgestempelt wird. Es ist auch eine Demokratie ohne Parlament denkbar, nämlich die direkte Demokratie, in der nicht die Delegierten, sondern alle Bürger abstimmen. Man kann einen einzelnen Abgeordneten bestechen oder täuschen, aber man kann nicht alle Bürger bestechen oder auf Dauer täuschen. Darin ist die direkte Demokratie der parlamentarischen überlegen.

 

Heute haben wir eine Demokratie der Stellvertreter. Aber wozu brauchen wir Stellvertreter, wenn wir selbst alle abstimmen können – per Internet.

  

Was ist Demokratie ?

 

Man darf Demokratie nicht Parlamentarismus gleichsetzen.

 

Demokratie ist die Kontrolle der Mächtigen und Reichen durch das Volk. Ihre Machtausübung wird beschnitten, indem

1.      ihre Herrschaft zeitlich begrenzt und an die Gesetze gebunden ist (Rechtsstaatsprinzip)

2.      sie zur Rechenschaft gegenüber dem Volk verpflichtet sind

3.      ihre Macht auf verschiedene Institutionen oder organisatorische Ebenen verteilt wird (Gewaltenteilung und Föderalismus)

4.      sie durch die freie Presse und die freie Meinungsäußerung bewertet und kritisiert wird.

 

All das geht auch ohne Parlament. Aber vorläufig geht es noch nicht ohne Parlament. Noch ist die Entwicklung nicht so weit.

 

Das Internet eröffnet uns heute den Weg, die Mächtigen und Reichen weit besser zu kontrollieren als je zuvor. Volksabstimmungen können über das Internet durchgeführt werden. Natürlich gibt es da noch viele Details zu klären, z.B. die Verhinderung von Wahlbetrug. Prinzipiell ist aber so etwas wie eine „Internetdemokratie“ in den Bereich des Möglichen gerückt.

 

Das hilft uns aber nicht aus der momentanen wirtschaftlichen Misere. Um ihr zu entkommen, muß man gezielt gegen alle jene vorgehen, die das Volk um ihr Eigentum betrügen. Konkret heißt das:

 

Jeder, der mehr als eine Million Euro Besitz hat, muß zum „gläsernen Bürger“ werden: alle seine Einnahmen und Ausgaben müssen im Internet veröffentlicht werden. Das Volksoll dann entscheiden, ob das Geld, das er besitzt, ihm rechtmäßig gehört oder ob alles, was eine Million übersteigt, an den Staat fallen soll. Dazu müssen alle Steueroasen ausgetrocknet werden.

 

Meiner Meinung gibt es eine Grenze, wie viel ein Mensch im Jahr für seinen Luxus und sein Geltungsbedürfnis ausgeben darf. Was darüber hinausgeht, ist zum Schaden der Allgemeinheit, und ich finde, die Allgemeinheit sollte sich das nicht gefallen lassen. Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Not und Armut. Denn der Reichtum und die Verschwendung der einen ist die Armut der anderen.

 

Allerdings halte ich nichts davon, den Milliardären den Krieg zu erklären, zum Klassenkampf aufzurufen und die Diktatur des Prekariats zu fordern. Keine Klasse soll eine Diktatur errichten – auch nicht die, die heute ausgebeutet und unterdrückt werden, denn es liegt in der menschlichen Natur, daß die Knechte noch unbarmherziger sind, wenn man sie zu Herren macht. Nein, alle Bürger sollen sich die Herrschaft teilen. Das nennt man Demokratie.

 

Im Rahmen der Demokratie sollte es möglich sein, denjenigen, der heute eine Milliarde Euro besitzt, dazu zu bewegen, auf 999 Millionen zu verzichten und mit einer Million zufrieden zu sein. Die Marxisten würden ihm alles und seine Freiheit oder sein Leben nehmen. Das wäre inhuman und würde zum Krieg der Reichen gegen die Armen führen.

 

Ich gebe zu bedenken, daß der Besitz eines schon recht guten Autos zehntausend Euro kostet, der Besitz eines sehr luxuriösen Autos Hunderttausend. Beide Autos ermöglichen es dem Besitzer, schnell und bequem von A nach B zukommen. Und das ist der Nutzen eines Autos. Dieser Nutzen kann mit kleinem oder mit großem Aufwand erreicht werden. Aber jenseits einer vernünftigen und sinnvollen Grenze, die bei einem Auto etwa bei 15 000 Euro liegt, bringt jeder Mehraufwand immer weniger Nutzen. Einen Mehraufwand, der das Fünffache des Notwendigen und Sinnvollen übersteigt, halte ich für eine unsoziale Verschwendung der Ressourcen der menschlichen Gemeinschaft, die nicht unsere Bewunderung, sondern unsere Verachtung verdient.

 

Das gilt für alle Bereiche des Lebens und der Politik. Wenn wir diese Grenze beachten, ist ein bescheidener Wohlstand für jeden Menschen auf der Welt möglich.

 

Leider ist der größte Teil der Menschheit davon überzeugt, daß Reichtum anbetungswürdig und Verschwendung der erstrebenswerte Lebensstil ist. Solange sich das nicht ändert und uns nicht bewusst wird, daß jede Verschwendung den Tod der Armen und Schwachen bedeutet, solange wird das Elend auf der Welt fortbestehen.

 

Die Minderheit derer, die egoistisch und ohne Mitgefühl ihren eigenen Vorteil rücksichtslos verfolgen, muß von der Mehrheit der Rechtschaffenen kontrolliert werden. Andernfalls wird das sinnlose Leid der Verlierer im Lebenskampf nicht aufhören.

 

Ich will keineswegs den Kapitalismus, die Marktwirtschaft und das Privateigentum abschaffen, aber der Kapitalismus zerstört sich selbst und führt in die Anarchie, wenn er nicht vor seinen eigenen Auswüchsen geschützt wird. Der Neoliberalismus und die Anbetung des monetären Erfolges züchtet Psychopathen heran und bietet den menschlichen Raubtieren reiche Beute. Unser Rechtssystem schützt oft die Täter mehr als die Opfer.

 

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise von 2008 und 2009 sprach man davon, Banken und Unternehmen zu verstaatlichen. Inzwischen hat man das schon wieder vergessen. Nachdem das Finanzkapital durch den Steuerzahler und den Staat vor dem Untergang bewahrt wurde, haben die Hasardeure wieder Oberwasser und machen business as usual.

 

Ich glaube aber, daß es nicht so weitergehen kann, sondern daß das Volk dem Finanzkapital befehlen sollte und nicht umgekehrt. Leider gilt nach wie vor: „Wer zahlt schafft an“. Wer über das Geld verfügt, entscheidet, wofür es investiert wird. Diese Investitionen sind aber meist nicht zum Nutzen der Menschen: Man investiert in Waffen, in Prestigeprojekte und für den Luxus der Reichen. All das ist mit einer gewaltigen Verschwendung von Ressourcen und einer großen Umweltbelastung verbunden.

 

Die breite Mehrheit der Bevölkerung kann selbst besser entscheiden, was der Allgemeinheit nützt, als eine kleine Gruppe von Investoren. Deshalb sollte das Volk (und nicht die Banker und Finanzjongleure) entscheiden, für welche Projekte Geld investiert werden soll.

 

Ich bin für die Verstaatlichung der Banken, der Versicherungen, der Pensions- und Investmentfonds und der Großkonzerne, für eine Abschaffung der Steueroasen, die Einführung der 24-Stundenwoche und eine Offenlegung der Finanztransaktionen all derer, die ein Vermögen von mehr als 1 Million Euro haben.

 

Sie werden vielleicht sagen, die 24-Stundenwoche ist eine Utopie. Nein, es ist eine gute Antwort auf die gestiegene Produktivität und die dadurch bedingte Arbeitslosigkeit. Alle Bedürfnisse unserer Bevölkerung können befriedigt werden, wenn ihr auch alle Früchte ihrer Arbeit zu gute kämen. Mehr noch, das, was notwendig ist, kann statt in 40 auch in 24 Stunden produziert werden, und zwar bei uns in Europa und nicht in Fernost. Voraussetzung ist aber, daß effizient produziert wird und die Wirtschaft nicht durch unnötige bürokratische Hemmnisse ständig behindert wird und wenn Arbeitskraft und Ressourcen nicht für Sinnloses, vor allem Luxus und Prestige, verschwendet werden.

 

Ich hoffe darauf, daß durch den technischen Fortschritt in der Informationstechnologie die Mehrheit der Bürger sich zu einem Kollektiv organisieren wird, das sich selbst verwaltet und selbst entscheidet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß ein Team oder ein Kollektiv mehr weis und bessere und klügere Entscheidungen trifft als selbst der klügste Einzelne.

 

Man soll Entwicklungen nicht mit revolutionärer Gewalt herbeizwingen wollen, sondern den Wandel behutsam in die richtige Richtung lenken. Die Richtung heißt: Wahre Demokratie und Herrschaft des Kollektivs der Mehrheit. Wir erleben gerade einen stürmischen Entwicklungsprozess in der Computertechnik, der Grundlagen für eine neue Art von Gesellschaft schafft. Nicht der „Große Bruder“ wird das Volk überwachen, sondern das Volk die „Großen Brüder“.

 

Richard Egmont Beiderbeck, Mittwoch, 13. Jan. 2010, Nandlstadt

 

 

 

Beruf: Chemisch-technischer Assistent

Geb. am 8. Nov.1947 in Fürth/Bayern

Seit 1973 verheiratet mit Roswitha Beiderbeck, geb. Helfrich, Altenpflegerin