Nach 25 Jahren des Lesens und Nachdenkens erscheint mir die Zeit reif, die Quintessenz meines Querdenkens in der Agenda Q einem kleinen Kreis Menschen zu unterbreiten, welche den Wunsch und die Fähigkeit haben, sich von überkommenen Denkmustern zu lösen.

 

Die Agenda Q ist keine Philosophie oder Welterklärung, sondern eine Liste von Dingen, die vernünftigerweise gemacht werden müssten, und die vielleicht auch irgendwann in der Zukunft gemacht werden, wenn die Zeit und die Menschen dazu reif sind.

Agenda Q

 

Abschnitt 1:

Rechtschreib- und Grammatikreform, Einführung des “Anglodeutschen

 

Lassen Sie mich mit etwas scheinbar Nebensächlichen und eher Langweiligen beginnen. Aber es demonstriert, wie das Querdenken an die Dinge herangeht und mit einigen wenigen Änderungen, ein ganzes System fundamental verändern kann.

 

Regel Nr. 1:

 

Jeder Sprechlaut soll durch einen und nur einen  und immer denselben Buchstaben wiedergegeben werden. Laute, die nicht gesprochen werden, sollen auch nicht geschrieben werden.

 

Beispiel:

 

Der Buchstabe “F” wie in Frieden wird im Deutschen nicht nur durch “F” sondern auch durch “V” wie in “Vater” wiedergegeben. Außerdem wird noch die Buchstabenkombination “Ph” wie in “Phänomen” verwendet.

Wir schreiben also: Fater, Fänomen, Ferein (für: “Verein”).

 

Wo das Problem bei der Einführung dieser neuen Schreibweise liegt:

 

Während der Anfänger die Worte Buchstabe für Buchstabe liest, nimmt der geübte Leser das Wort als Ganzes wahr. Wir haben uns die Schriftbilder von vielen Tausend Silben und Worten eingeprägt. Wie in einer Symbol- und Bilderschrift (z. B.) dem Chinesischen, reihen wir beim Lesen geschwind ein Symbol an das andere und erkennen den Sinne eines Satzes schneller, als man ihn aussprechen kann. Der große Vorteil unserer Wortsymbole ist aber, dass sie viel leichter zu lernen sind als die chinesischen Schriftzeichen.

 

Eine so gravierende Änderung der Schreibweise wie obige Regel Nr. 1 führt dazu, dass der geübte Leser ständig über ungewohnte Schriftbilder stolpert und sich seine Lesegeschwindigkeit rapide verringert.

 

Dieses einfache Beispiel zeigt uns die Schwierigkeiten auf, die jeder Reform entgegenstehen: Es gibt immer viele Leute, die mit dem bestehenden Zustand zufrieden sind und für die eine Reform, zumindest in der Anfangsphase, eine Verschlechterung ihrer Situation herbeiführen würde.

 

Um im Beispiel dieser Rechtschreibreform zu bleiben: Es gibt Besitzer einer Rechtschreibbildung und die bildungsmäßigen Habenichtse. Dazu gehören zuerst einmal die Kinder, die das Schreiben lernen müssen, aber auch die vielen Ausländer und Analphabeten.

 

Die Bildungs-Habenichts sind diejenigen, die von dieser Reform profitieren würden. Aber da sie keine Lobby und meist auch kein Wahlrecht haben, werden nicht sie über eine Rechtschreibreform entscheiden, sondern die Bildungsbesitzer und Bildungsprofiteure. Und die haben kein Interesse daran, etwas zu ändern. Warum sollten sie auch einen Zustand ändern, der ihnen Vorteile bringt ? Jede Änderung würde ihnen Nachteile und Unbequemlichkeiten bringen.

 

Wenn das Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift wesentlich vereinfacht würde, dann würde man weniger Lehrer brauchen. Auch könnte man die Bewerber und Antragsteller nicht mehr so einfach wegen ihrer mangelnden sprachlichen Bildung abqualifizieren bzw. abschrecken, sich überhaupt zu bewerben.

 

Kurz gesagt, eine wirkliche Rechtschreib- und Grammatikreform wird beim Establishment auf wenig Gegenliebe stoßen.

 

Was hier anhand eines einzelnen Punktes einer Rechtschreibreform, die den Namen wirklich verdient, gezeigt wurde, gilt für alle Arten von Reformen: Sie sind meist gegen die Interessen der maßgebenden Kreise - und deshalb unter den gegebenen politischen und sozialen Verhältnissen nicht machbar.

 

Übrigens ist die Demokratie (verbunden mit dem Kapitalismus und der Garantie der Besitzstände durch die Legislative und Exekutive) eine sehr stabile, man könnte auch sagen, gegen jede soziale und politische Veränderung besonders resistente Gesellschaftsform. Veränderungen gibt es in der Demokratie hauptsächlich auf dem Gebiet des technischen Fortschritts. Die sozialen und politischen Fortschritte entstanden in Deutschland paradoxerweise zur Bismarckzeit (z.B. die Einführung von Kranken- und Rentenversicherung). Wie allgemein bekannt, gibt es in der reichen USA keine gesetzliche Sozialversicherung - vielleicht deshalb, weil die Amerikaner eine so alte parlamentarische Demokratie haben).

 

In der Demokratie mit ihrer Vielzahl von Bedenkenträgern und Interessengruppen entwickeln sich politische und soziale Veränderungen nur als Folge des technischen Fortschritts. Und das Establishment forciert den technischen Fortschrift, weil es sich ein Mehr an Gewinn und an Macht erhofft - und von der Angst getrieben ist, technisch ins Hintertreffen zu geraten. Aber damit fördert das Establishment letztlich die soziale und politische Reform - eine sanfte Reform, die auf leisen Sohlen daherkommt- , die schließlich dazu führen wird, daß die heute maßgebenden Kreise ihre Privilegien und ihre Macht verlieren werden. Das ist aber nötig, damit es der Menschheit besser geht.

 

Nach dieser verspäteten Einleitung möchte ich mich nun wieder der Agenda Q zuwenden. Es geht weiter mit der Rechtschreib- und Grammatik-Reform:

 

Ich habe gefordert, dass jeder Sprechlaut durch einen und nur einen und immer der gleichen Buchstaben wiedergegeben wird. Dies führt uns zu einer interessanten Beobachtung: Dem “sch”-Problem. Wir haben unsere Schrift von den Römern übernommen. In der lateinischen Schrift gibt es keinen Buchstaben, der den Sprachlaut “sch” wiedergibt. Also umschreibt man diesen Zischlaut, für den es keinen eigenen Buchstaben gibt, mit einem oder mehreren der existierenden Buchstaben. Am rationellsten machen es die Engländer mit ihrem “sh”, wie in “show”. Der Deutsche braucht mehr Buchstaben, er schreibt “Schau”. Das “c” in “sch” ist überflüssig.

 

Ganz schlimm mit dem “sch”-Laut ist es im Französischen. Man kann diesen Laut durch ein “g” wiedergeben, z. B. in Garage. Oder durch ein “ch” wie in “Chamonix” (der Ort am Fuße des Montblanc).

 

In Polnischen nimmt man für “sch” ein “c”, z. B. in Kattovice (Kattowitz).

 

Abschließen zu diesem Punkt möchte ich bemerken, dass man den Franzosen einen “Plass detwall” (Place d’etoile) oder eine “Shans elüsee” (Champs Elysee”) wohl kaum wird schmackhaft machen können. 

 

Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen und schreiten zu

 

Regel 2:

 

Die Artikel “der, die, das” sollen einheitlich durch “de” ersetzt werden. Alle Hauptwörter sind sächlich, außer Personen.

 

Das entspricht der Englischen Grammatik. Und wie die Sprache Shakespears beweist, tut das der Schönheit und Effizienz einer Sprache keinen Abbruch.

 

Es ist völlig absurd, zu sagen, der Baum ist männlich, aber die Eiche ist weiblich. In einer Gesellschaft, die sich bemüht, die Unterschiede zwischen männlich und weiblich einzuebnen, ist es antiquiert, die Dinge sorgfältig nach dem Geschlecht zu unterscheiden.

 

Regel 3:

 

Die Eigenschaftsworte bleiben unverändert. Es heißt also: de schön Tag, de schön Wetter, de schön Frau.

 

Regel 4:

 

Die Beugung der Tätigkeitswörter geht:

 

Ich sing, du sing, er, sie, es sings, wir sing, ihr sing, sie sing.

 

 

Den Rest der Punkte spare ich mir. In diesem Sinne jedenfalls soll die deutsche Sprache der einfachen englischen Grammatik angepasst werden. Aber das soll eine Gruppe von Experten tun, denn es gibt sicher einige Haken und Ösen, die genau durchdacht und erprobt sein wollen. Aber was sollen wir heute schon über ungelegten Eiern brüten.

 

Abschnitt 2:

Die Einführung der Omnikratie

 

Die Omnikratie ist eine konsequente Weiterentwicklung der Demokratie unter Nutzung des Internets und anderer technischer Möglichkeiten.

 

Der Grundgedanke der Omnikratie ist, dass jedermann, aber ganz besonders diejenigen, die über Macht und Reichtum verfügen, alle ihre Aktionen und Transaktionen (speziell auch die finanziellen) im Internet so offen legen müssen, dass sie von jedermann eingesehen werden können. Das läuft auf einen Überwachungsstaat unter geänderten Vorzeichen hinaus: Nicht die Mächtigen überwachen die Untertanen, sondern die Untertanen die Mächtigen. Es gibt auch keine Untertanen mehr, weil es unter diesen Bedingungen auch kaum jemand geben wird, der signifikant mehr Macht und Reichtum hat als jedes andere Mitglied der menschlichen Gemeinschaft. Und dieses Kollektiv, das alle Menschen umfasst, wird mehr Weisheit und Fachkompetenz an den Tag legen, als jedes noch so kluge Individuum.

 

Die Omnikratie ist eine plebiszitäre Demokratie. Es soll keine Abgeordneten, keine Parteien und keine Lobbyisten mehr geben. Man kann Parteien und Abgeordnete kaufen oder erpressen oder durch Zwang gefügig machen. Aber man kann nicht das Kollektiv beherrschen, wenn es sich seiner Macht bewusst ist und wenn es in der richten Weise organisiert ist - d. h. wenn der Informationsfluß zwischen den Mitgliedern des Kollektivs frei und unverfälscht ist.

 

Die Omnikratie ist nicht die Diktatur des Proletariats und auch nicht die Diktatur einer sozialen Schicht oder einer mächtigen Gruppe. Die Omnikratie ist die Herrschaft aller über alle - jeder ist ein bißchen Herrscher und ein bißchen Untertan.

 

Man wird jetzt einwenden, dass die Omnikratie die Diktatur der Mehrheit ist, welche die Interessen der Minderheiten brutal unterdrücken wird. Dieser Einwand wird von allen kommen, die sich in irgend einer Weise als Minderheit fühlen: Also die Reichen und Privilegierten, aber auch die Behinderten, die Ausländer und alle, die sich irgendwie schwach und verletztlich fühlen.

 

Aber auch die religiösen oder ideologischen Fanatiker (auch sie eine Minderheit) werden gegen die Omnikratie Sturm laufen, auch die Gewaltbereiten, die Diebe, Betrüger und Verbrecher aller Art werden Front gegen die Omnikratie machen. Sie werden die Omnikratie mit ihren Methoden bekämpfen: mit Gewalt, Drohung und Betrug.

 

Alle, die Besitzstände und Privilegien zu verteidigen haben, und alle, die es vorziehen (oder gezwungen sind), durch krimelle und unmoralische Mittel eine Existenz ohne Arbeit aufzubauen, werden gegen die Herrschaft des Kollektiv sein, weil sie genau wissen, dass Ihr Vorteil der Schaden des Kollektivs ist. Wenn aber das Kollektiv Macht und Wissen über das Tun seiner Feinde hat  hat, wird es diese zur Rechenschaft ziehen.

 

Gegen die Omnikratie werden auch alle diejenigen sein, die einen legalen Weg gefunden haben, durch Spekulationen und Geschäfte oder auch durch herausragende Leistungen große Einkommen und Vermögen zu erlangen. Wer im Kapitalismus arm oder kriminell ist, ist eigentlich selbst schuld. Man kann nämlich sehr reich werden, wenn man nur die richtige Masche findet und bereit ist, Risiken einzugehen. Alle, die auf diesem Weg zu großen Vermögen kamen, sehen auf die in ihren Augen dumme Masse herab und setzten das Kollektiv mit dieser Masse gleich.

 

Die omnikratische Reform wird also viele Gegener haben, und sie werden scheinbar objektiv und um das Gemeinwohl bedacht argumentieren. Sie werden den totalitären Überwachungsstaat an die Wand malen und vor Hitler und Stalin warnen. Dabei geht es ihnen aber nur darum, keine Steuern zu zahlen und ihr Geld und ihre Macht ungestört genießen zu können.

 

Es werden alle Korrupten und alle Betrüger aufschreien, weil ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und sie werden auf die Omnikraten Jagd machen, und das Establishment wird es nicht nur mit klammheimlicher Freude sehen, sondern noch Hilfe jeder Art leisten.

 

Und trotzdem wird sich die Omnikratie durchsetzten -  weil es das Tao so will. Es geschieht stats das, was der Zeit und der Sache gemäß ist. Begierig greift die Menschheit nach den Computern und den Handys, und sie greift dabei, ohne es zu wissen, nach der Omnikratie.

 

Abschnitt drei:

Das Menschheitskollektiv

 

Seit 1981 beschäftige ich mich mit dem Gedanken einer Weltregierung und eines Weltbundesstaates. Bis heute, im März 2008, hat sich vieles geändert, und auch meine Ansichtigen zu diesem Thema sind, so hoffe ich, reifer geworden.

 

Aber an einer Einsicht, die ich damals hatte, führt auch heute noch kein Weg vorbei: Wenn die Menschheit nicht einen Weg findet, sich politisch und sozial neu zu organisieren, dann wird es früher oder später einen Krieg oder einen Terrorangriff geben, der alles bisher Dagewesene übertrifft. Solange es Massenvernichtungswaffen gibt, besteht immer die Gefahr, dass Militärs, Politiker oder Terroristen (wobei die Grenzen zwischen diesen Kategorien schon immer fließend waren), diese Massenvernichtungswaffen auch einsetzen. Je höher unsere Zivilisation entwickelt ist, desto empfindlicher und schutzbedürftiger ist sie.

 

In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie das Öl und die Rohstoffe, aber auch die intakte Umwelt ein immer knapperes Gut wurden. Wir Europäer machen zur Zeit die Erfahrung, dass die Lebensmittel knapper und teuerer werden. Der Mangel wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten das große Thema sein, denn der Appetit der Menschheit nach  Ressourcen jeder Art wird gewaltig wachsen. Genauer gesagt, dieser Appetit war schon immer da, aber immer mehr Nationen haben die Macht und den Willen, sich an der Verteilung dieser Ressourcen zu beteiligen. Wenn hier nicht zivilisierte Wege des Umgangs miteinander gefunden werden, dann sind Verteilungskriege unvermeidlich.

 

Vor diesem Hintergrund möchte ich feststelle und fordern:

 

1. Alle Ressourcen auf dieser Erde gehören der gesamten Menschheit gemeinsam - unabhängig davon, auf wessen Gebiet diese Ressourcen lagern oder gewonnen werden.

 

2. Die Menschheit ist als ein einziges Kollektiv zu sehen. Eine politische Organisationsform muß gefunden und eingeführt werden, die dieser Tatsache Rechnung trägt: Die globale Omnikratie. Man kann nicht den Kapitalismus globalisieren, ohne die Poltik zu globaliseren.

 

3. Die Menschenrechte sind universell und gelten für jeden Menschen und für jeden Staat.

 

4. Jeder Mensch hat einen Anspruch darauf, eine rechtsstaatliche Regierung zu haben.

 

5. Jeder Mensch hat einen Anspruch darauf, mit Nahrung, Kleidung, Bildung, Unterhaltung, Kultur, medizinischer Behandlung, und allem versorgt zu werden, was er für ein würdevolles und gesundes Leben braucht.

 

Dieser Anspruch kann nur dann erfüllt werden, wenn diejenigen, die welche die Ressourcen zu ihrem Luxus und Vergnügen verschwenden, einer strengen Kontrolle durch das Menschheitskollektiv unterzogen werden, was zur Folge haben wird, dass diese Verschwendung unterbleibt. Es gibt ein Recht auf Eigentum, es gibt aber kein Recht auf Maßlosigkeit und Verschwendung.

 

6. Jeder arbeitsfähige Mensch hat das Recht und die Pflicht, einer sinnvollen und nützlichen Tätigkeit nachzugehen.  Das Kollektiv hat die Pflicht, ihm einen geeigneten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

 

7. Ausgehend von der Europäischen Union soll durch allmählichen Beitritt die Weltunion entstehen. Keine Nation soll die anderen dominieren, sondern alle Politiker sind dem Wohl des Ganzen verpflichtet. Konflikte sind grundsätzlich gewaltfrei zu regeln, also durch den politischen Kompromiss und die durch faire Gesetzte Geregelte Rechtsprechung.

 

Die künftige Rolle der Europäischen Union

 

Wir müssen den Weg zur geeinten Menschheit finden. Der Weg dazu führt nicht über die UNO, sondern über die Europäische Union.

 

Wenn man die Geschichte von Völkerbund und UNO betrachtet, kann man nur deprimiert sein. Wie weit klaffen doch Ideal und Wirklichkeit auseinander, wie oft hat die UNO darin versagt, etwas zu leisten, wozu sie von ihrer Struktur und ihren Mitteln her garnicht in der Lage ist. Der Geburtsfehler der UNO ist, daß sie auf dem Hoheitsgebiet der USA liegt und daß sie eine Marionette der Großmächte, vor allem der USA ist. Sie hat keine demokratische Legitimation, sie kann jederzeit durch die Großmächte gelähmt werden und sie hat keine eigenen Truppen und ist abhängig von der Gnade der Nationalstaaten.

 

Der Gedanke, der UN-Vollversammlung ein demokratisches Organ als zur Seite zu stellen, ist zwar lobenswert, aber aussichtslos. Die Nationen werden sich nicht um dieses Parlament der Hilfsorganisationen einen Dreck scheren und ihm niemals reale Macht zugestehen.

 

Deshalb es ist eine letztlich schädliche Illusion, auf die UNO zu hoffen. Sie ist notwendig und segensreich, aber sie ist nicht in der Lage, die Menschheit zu einen und den dauerhaften Frieden zu bringen.

 

Aber etwas anderes ist langsam und in kleinen Schritten vorangekommen: Die Europäische Union. Sie und ihre politische Kultur sind das Fortschrittlichste und Zukunftsweisendste, was das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Die UNO dagegen ist letztlich aus den Friedenskongressen vor dem ersten Weltkrieg hervorgegangen und ein Kind des 19.Jahrhunderts.

 

Nicht die UNO wird die Welt in Frieden einen, sondern die Europäische Union. Ihr werden sich die Nationen nach und nach anschließen. Zunächst wird es nur um wirtschaftliche Interessen gehen. Aber im Lauf der Jahrzehnte wird daraus der Weltbundesstaat wachsen. Das ist ein weiter Weg, und er wird sehr mühsam sein. Aber wenn der Fortschritt einmal in der Welt ist, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden, sondern ist Grundlage für weitere Fortschritte.