Die
Bibel ist nicht das Wort Gottes
Von
Wenn man davon ausgeht, daß
sich Gott niemals irrt und niemals lügt, dann kann die Bibel nicht das Wort
Gottes sein.
Die beiden biblischen Schöpfungsberichte
widersprechen den gesicherten Erkenntnissen der Naturwissenschaft und dem
gesunden Menschenverstand. Die Erde kann nicht in sechs Tagen erschaffen worden
sein. Die Darwinsche Evolutionstheorie zeigt, daß
sich die Arten von einfachen, primitiven Arten zu höheren Arten entwickelt
haben – und zwar ohne aktives Zutun eines Schöpfers. Die Sonne wurde nicht nach
der Erde erschaffen – wie das die Bibel behauptet.
Eine Sintflut, die den ganzen Planeten überflutete,
gab es nicht. Der Gedanke, daß alle Lebewesen in
Noahs Arche Platz gefunden haben, ist absurd.
Dies sind nur ein paar der zahlreichen Beweise, daß die Bibel von Menschen und nicht von Gott stammt. Gott
kann einen solch gefährlichen und menschenfeindlichen Unsinn nicht verzapft
haben – es sei denn, er wäre nicht der „Liebe Gott“, sondern der „Böse Gott“.
Die Menschen,
die die Bibel verfasst haben, lebten in einer Zeit, die Wissenschaft und
Technik nicht kannte. Warum sollen wir
also heute die antiquierte und abergläubische Weltsicht von ignoranten Menschen
aus der Antike als absolut verbindlich und nicht zu hinterfragen ansehen ? Die Verfasser der Bibel sind in der Entwicklung
der Menschheit die Jüngeren, Unwissenden. Wir sind die Älteren, die viel
dazugelernt haben. Sie sind die Kinder, wir die Erwachsenen. Wir sind die
Wissenden, sie die Unwissenden.
Wenn heute jemand uns die Bibel (oder den Koran) als
absolut verbindlichen Maßstab unseres Lebens aufdrücken will, dann ist das eine
solch ungeheure Frechheit und Anmaßung, daß man
darüber nicht nur lachen, sondern erbost und beleidigt reagieren sollte - mindestens
so erbost und beleidigt wie die fanatischen Gläubigen, die nicht zulassen
wollen, daß man ihre Lehren in Zweifel zieht.
Wenn mir jemand erzählen will, daß
jedes Wort in der Bibel wahr ist, und daß ich
gefälligst daran glauben soll, wenn ich nicht in der Hölle schmoren will, dann
ist das eine dreiste Nötigung und eine Störung des öffentlichen Friedens.
Für die Bibel- und Korangläubigen ist Gott das
personifizierte Gute; und sich selbst halten sie auch für die Guten. Die
Ungläubigen stellen sie als die Schlechten, Törichten und Verachtenswerten dar.
Unerreicht in diesem Punkt ist der Koran, der seine Leser einer Gehirnwäsche
unterzieht und wieder und wieder betont, daß die
Ungläubigen von Gott mit der Hölle bestraft werden.
Aber anhand von Bibel und Koran kann man leicht
zeigen, daß ihr Gott menschenverachtend und bösartig
ist. Und auch die christlichen und islamischen Prediger sind menschenverachtend
und dummdreist, wenn sie mit dem Anspruch auftreten, anderen Menschen
vorschrieben zu dürfen, was sie zu tun haben.
Im 5. Buch Mose, Vers 13,7 bis 11, steht die Vorschrift, daß jeder, der einen Familienangehörigen dazu verleitet, an
andere Götter zu glauben, angezeigt werden soll. Im alten Israel stand auf dieses
Vergehen die Todesstrafe (genau wie auf Homosexualität). Wie kann die Bibel von
den Gläubigen verlangen, daß jemand einen
Familienangehörigen der Todesstrafe ausliefert, nur weil er in der eigenen
Familie für eine fremde Religion wirbt ?
Die mosaische Religion, und in ihren Fußstapfen
Christentum und Islam, sind ihrem Wesen
nach von einer kaum zu überbietenden Intoleranz. Dies erklärt sich aus dem
Bestreben der jüdischen Priester zu jener Zeit, als israelitische Nomaden den
Einheimischen das Land stahlen, ein religiöses Monopol
durchzusetzen.
Der einzige Ort, an dem geopfert werden durfte, war
der Tempel von Jerusalem. In den Synagogen wurde nicht geopfert, denn sie waren
nur Versammlungsräume für die Gemeinde. Die Samariter, auch sie Anhänger des
jüdischen Gottes, waren bei den Juden so verhasst, weil sie es wagten, auf dem
Berge Garizim einen eigenen Jahwe-Tempel zu
betreiben.
Die Amtskirchen ignorieren alle unmenschlichen
Bibelstellen, die es nicht nur im Alten, sondern auch im Neuen Testament gibt.
Sie sagen dann in etwa: „Das war in
einer anderen Zeit, das hat mit uns Heutigen nichts mehr zu tun. Dann müssen
sie aber auch sagen: die Bibel stammt aus einer anderen Zeit und ist für uns
Heutigen nicht mehr verbindlich.
Wie die Bibel interpretiert wird, unterliegt der
willkürlichen Beurteilung der Kirchen und Sektenprediger. Sie ist deshalb keine
stabile und verbindliche Grundlage einer christlichen Ethik. Christliche Ethik
entspringt der Willkür ihre Interpreten und wird ständig an den Zeitgeist
angepasst. Die Menschenrechte dagegen sind universell gültig und gelten zu
allen Zeiten.
Christliche Ethik und Christliche Werte – was ist das
überhaupt ? Was wir heute als christliche Werte
ansehen (Nächstenliebe, Frieden, Völkerverständigung, Toleranz, soziales
Engagement, allgemeine Wohlfahrt) sind Errungenschaften der Aufklärung, des
liberalen Bürgertums und der Arbeiterbewegung. Wirklich christliche Werte, so
wie sie die Bibel lehrt, sind: Unbedingte Unterordnung unter die religiösen
Autoritäten, Unterdrückung der Frau, Krieg und Eroberung gegen alle Völker, die
die in Palästina leben und nicht Juden sind, Preisgabe aller Irdischen Güter um
sich einen Platz im Himmelreich zu erkaufen. Jesus wertete alle Werte um: Er
predigte: „Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich !“ Für ihn waren also Wissen und Kritikfähigkeit
negativ, kindlicher Glaube positiv. Nicht Bildung, Reichtum, Fleiß,
Intelligenz, Zuverlässigkeit waren für ihn Tugenden, sondern nur
bedingungsloser Glaube und bedingungsloses Vertrauen in ihn.
Jesus ist in seinen Aussagen oft von einer
unmenschlichen Rigorosität. Außerdem droht er dem überwiegenden Teil der
Menschheit ein schreckliches Strafgericht an. Er ist also ein richtiger
Kinderschreck, der mit dem Weltuntergang droht.
Sein Gebot „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“
bezog sich nur auf die Mitglieder seiner Sekte und nicht auf die gesamte
Menschheit, wie das so mancher philanthropische Pfarrer glaubt.
Apropos Pfarrer und christliche Wohltäter: Der Mensch
hat nicht nur einen Hang zum Bösen, sondern auch zum Guten. Die Kirche hat
beide Neigungen des Menschen kanalisiert, und so wurde im Namen Jesus viele
Gutes und vielen Böses getan. Die Vertreter des Christentums stellen es immer
so dar, als ob die Verbrechen, die von Christen begangen wurden, nichts mit der
christlichen Religion zu tun hätten, sondern allein Schuld der handelnden
Menschen seien. Daß diese Menschen oft durch die
Religion zu ihren Verbrechen angestachelt wurden, wird verschwiegen. Wenn jemand
im Namen der Christlichen Religion Gutes tut, dann wird das aber sehr wohl aus
Folge seines christlichen Glaubens dargestellt. Aber daß
er es einfach tut, weil er ein guter Mensch ist (und unter den Christen und
Moslems gibt es auch viele gute Menschen), das wird verschwiegen. Aber ein
guter Mensch tut gute Werke, weil er gut ist, und nicht weil er Christ, Moslem
oder Atheist ist.
Aber zurück zur Kritik an der Bibel als Wort Gottes.
Wie kann Gott die Sklaverei billigen ?
Wie kann er verlangen, daß
die Frauen den Männern untergeordnet sind ?
Wie kann Gott die Israeliten dazu auffordern, das
Land der Kanaan zu besetzten, die Tempel der Einwohner zu zerstören und die
Priester hinzurichten ?
Der Gott Abrahams trägt die Züge eines Patriarchen,
der mit Schafen und Ziegen durch den Vorderen Orient zog und über Weib und Kind
ein hartes Regiment führte.
Jesus hat ein Gottesbild zu entworfen, das sich mehr
an den kultivierten Menschen der hellenistischen Zeit anpasste. Aber diese
Anpassung gelingt nur mangelhaft, denn als Gott der Apokalypse zeigt der
Jesusgott sein wahres, rachsüchtiges Gesicht. Er plant das jüngste Gericht, was
auf die Verwüstung des Planeten und die Vernichtung des größten Teils der
Menschheit hinausläuft. Auch dies ist ein Indiz dafür, daß
der Christliche Gott die Eigenschaften eines Teufels hat, dem es um das Töten
und die Vernichtung geht. Die christliche und islamische Religion prophezeien
eine finale Vernichtungsorgie Gottes, der nur einige wenige Auserwählte
entgehen, während der Rest der Welt in einem gigantischen Holokaust
vernichtet wird. Diese Religionen sind also Holokaust-Religionen.
Da die Bibel zahlreiche Widersprüche, Irrtümer und
monströse Grausamkeiten enthält, ist sie nicht mehr glaubwürdig und kann und
darf nicht als ethischer Maßstab dienen.
Die Bibel irrt so oft - warum sollte man dann
glauben, daß Jesus nach der Kreuzigung
wiederauferstanden und in den Himmel erhoben wurde ?
Nach den Angaben der Bibel wurde Jesus nachmittags um
15 Uhr gekreuzigt und vor Sonneuntergang wieder vom Kreuz abgenommen.
Sonnenuntergang ist zu dieser Jahreszeit in Palästina etwa um 18 Uhr. Warum
sollte ein gesunder, kräftiger Mann Anfang der Dreißig es nicht lebend
überstehen, daß man ihn drei Stunden lang an ein
Kreuz nagelt ? (Zumal die Opfer nicht am Kreuz hingen,
sondern sich auf einer Fußleiste abstützen konnten).Warum soll Jesus einen
Lanzenstich in die Seite nicht überlebt haben ? Hat es
überhaupt einen Lanzenstich gegeben ? Warum soll der
Blutverlust durch die Dornenkrone, das Auspeitschen und den Lanzenstich so hoch
gewesen sein, daß es zu einem Kreislaufkollaps kam ? Menschen unter Schock bluten sehr wenig, werden aber
ohnmächtig und von Laien für tot gehalten.
Die Kreuzigung war so konzipiert, daß
das Opfer tagelang Qualen erlitt, bevor es starb. Daß
jemand nach drei Stunden am Kreuz noch nicht tot ist, ist sehr wahrscheinlich.
Das angebliche Wunder von der Wiederauferstehung ganz
einfach so zu erklären, daß Jesus von seinen Freunden
vom Kreuz genommen, in eine Grabkammer gebracht wurde, sich dort dank
fachkundiger Versorgung in ein oder zwei Tagen wieder erholte und dann floh, um
zu verhindern, daß er gefasst und erneut hingerichtet
wurde.
Oder er war doch tot und seine Jünger haben die Leiche
aus dem Grab entfernt.
Warum soll ich nicht das Einfache, Wahrscheinliche
und Naheliegende glauben, statt irgendwelche Legenden,
die später erfunden wurden.
Wenn Jesus nach seiner Kreuzigung den Jüngern
erschienen ist, dann kann as bedeuten:
Die Deutung, daß er von
Gott wieder zum Leben erweckt wurde ist die Allerunwahrscheinlichste und durch
nichts bewiesen.
Wenn irgendwo in der Bibel steht, Jesus sei 500 Leuten
nach seinem Tod erschienen, dann beweist dies gar nichts. Es ist ja nicht so, daß diese Fünfhundert Leute eine
schriftliches Protokoll verfasst hätten, in welchem sie versichern, Jesus
gesehen zu haben. Nein, es steht nur in der Apostelgeschichte, Jesus sei
fünfhundert Leuten erschienen. Damit gibt es nur einen einzigen greifbaren
Zeugen, und das ist der Verfasser der Apostelgeschichte. Aber auch der ist kein
Zeitzeuge, sondern hat die Geschichten, die über die Anfänge der Christus-Sekte
kursierten, gesammelt. Er selbst war nicht dabei. Und selbst wenn er ein
Auenzeuge gewesen wäre: wo sind die unparteiischen Zeugen, die das bestätigen ? Somit beliebt von den Fünfhundert zeugen nur
ein einziger, und der ist ersten parteiisch und zweitens war er nicht persönlich
dabei.
Warum sollen die Leute ihm also glauben
? Sie glauben, weil sie es glauben wollen, und weil es ihnen von Kind an
in einer Art Gehirnwäsche immer wieder eingeredet wurde.
Keiner der Evangelisten war persönlich bei der
Kreuzigung und der Auferstehung von Jesus anwesend. Und selbst wenn sie
persönlich dabei gewesen wären: daß Augenzeugen nicht
der Wahrheit sagen, ist die tägliche Erfahrung vor Gericht.
Und selbst wenn Jesus auferstanden und von Gott in
den Himmel erhoben worden wäre, so beweist das noch nicht, daß
mit dem Kreuzestod Jesu alle Sünden der Menschheit getilgt wurden.
An welcher Stelle der Evangelien sagt Jesus dies ? Seine Botschaft ist doch eine ganz andere, nämlich:
das Reich Gottes steht unmittelbar bevor. Was heißt eigentlich „Reich Gottes“
für Jesus: Es heißt „Gottesstaat“, ein von Priestern regierter Staat Israel
(anstelle der römischen Besatzungsherrschaft). Ist das Reich Gottes gekommen ? Nein, im Gegenteil, Jerusalem und sein Tempel
wurden zerstört und die Juden in alle Winde zerstreut. Was Jesus vorhersagte,
ist nicht eingetroffen. Damit hätte das Christentum eigentlich erledigt sein
müssen. Daß es das nicht war, wird von den Christen
als Bestätigung ihres Glaubens angesehen. Aber es bestätigt nur, daß eine hierarchische Organisation früher oder später zum
Selbstzweck wird, die den einzigen Daseinszweck hat, weiterzubestehen und sich
auszudehnen.
Daß Jesus für alle Menschen gestorben ist
und damit die gesamt Menschheit erlöst hat, diese Idee wäre dem gläubigen Juden
Jesus niemals gekommen. Jesus war nämlich kein Christ. Er war Jude. Der erste
Christ war Paulus. Er hat diese Religion erfunden. Er war der erste Verfälscher der Botschaft von Jesus Christus.
Theologisch sind die Gleichnisse und Botschaften von
Jesus nicht sehr ergiebig. Alles was Jesus sagte, sagte er in Hinblick auf
die bald schon kommende Herrschaft
Gottes. Auf eine Vorhersage, die nicht eintraf, lässt sich schwer eine
Theologie oder eine Ethik aufbauen. Deshalb sind die Briefe des Paulus und die
angeblichen Apostelbriefe das Fundament, auf denen man christliche
Verhaltensregeln und christliche Ethik errichtete. Aber mit dem, was Christus
sagte und wollte, hat das wenig zu tun.
Und da ist dann noch einer dieser typischen Sätze:
„Jesus ist der Garant der Wahrheit !“
Wie soll jemand, der schon zweitausend Jahre tot ist,
der Garant der Wahrheit sein ?
Wie soll ein halbgebildeter Handwerker,
wahrscheinlich Analphabet, der sein Wissen aus den Predigten der Pharisäer in
den Synagogen hatte, die absolute und höchste Instanz im Leben eines modernen
Menschen sein ?
Ausgerechnet Jesus, ein Mann Ende der zwanzig, ohne
großes Wissen und große Lebenserfahrung, der in die Sekte von Johannes dem
Täufer gerät, dort mit der jüdischen Apokalyptik
„infiziert“ wird und dann als Wanderprediger und Wunderheiler durchs Land zieht
– warum sollte so eine letztlich gescheiterter und als Verbrecher
hingerichteter Mensch bis in alle Ewigkeit Maßstab für die Menschheit sein ?
Nur deshalb, weil man ihn zu makellosen Kultfigur
aufgebaut hat ?
Jesus wurde von den römischen Behörden hingerichtet –
auf Betreiben der jüdischen Religionsführer. Und das war gut und richtig so.
Denn die Stadt Jerusalem war voller Pilger, und wenn Jesus einen Aufstand gegen
die Römer ausgelöst hätte, dann hätte es viele Tausend Tote gegeben. Es war gut
so, daß ein Mensch starb, um Tausenden von Menschen
das Leben zu retten. Insofern hat sein Kreuzestod für viele das Überleben
bedeutet. Dies hat dann vielleicht Paulus auf die Idee gebracht, daß der Tod von Jesus für die Menschheit von großem Segen
war.
Um vorbehaltslos jeden Satz, der in der Bibel steht, zu
glauben, muß man all seinen Verstand und all sein
Wissen ausschalten und in einen infantilen, völlig unkritischen Geisteszustand
zurückkehren. Das hättet ihr wohl gerne, ihr Glaubensprediger: daß wir uns selbst entmündigen und euch als Vormund einsetzen !