Internet-Planet
- Hier geht’s um die Vernetzung der Menschheit
von
Global
City
Der
Begriff „Global Village“ („globales Dorf“) trifft die
Wirklichkeit unseres per Flugzeug und Internet vernetzten Planeten nicht ganz. Besser
wäre der Ausdruck „Global City“, weil er der fortschreitenden Urbanisierung der
Welt – auch der ländlichen Gebiete – Rechnung trägt. Alle Menschen sind Bürger
einer einzigen Stadt, Global City. New York, London, München und Moskau sind
nur Stadtteile dieser einen Stadt. Wenn ich am Montag morgen
mit dem Auto München durchqueren will, brauche ich wohl genauso lange wie mit
dem Flugzeug vom Flughafen München-Freising nach London. Das Flugzeug ist nur
eine besonders schnelle S-Bahn vom Vorort München zur Londoner City (leider
landet man da auch außerhalb und hat wieder ein Verkehrsproblem). London
wiederum ist eng verbunden mit New York, sodaß manche
schon von NyLon (New York-London) sprechen.
Internet-Demokratie
Die
heutige Parteien-Demokratie der Abgeordneten und Parlamente ist zu einer Zeit
entstanden, als Nachrichten durch Boten zu Pferde verbreitet wurden. Damals war
es nicht möglich, das ganze Volk an einem Ort zu versammeln und Entscheidungen
treffen zu lassen. Deshalb wählte man Volksvertreter. Heute kann sich das ganze
Volk an einem Ort versammeln (vor dem Fernsehapparat) und es kann per Telefon
an der Diskussion teilnehmen und per Internet abstimmen.
Sollen
wir die Parteien-Demokratie abschaffen ? Nein ! Aber wir
können sie durch Elemente der Volksabstimmung per Internet ergänzen. Heute, am
15. Aug. 2002, sind die technischen, gesetzlichen und organisatorischen
Grundlagen erst ansatzweise vorhanden, um ein internet-plebiszitäres Element in
die parlamentarische Demokratie einzuführen. Aber die Sache wächst heran.
Gegen
religiösen Nationalismus und nationalistische Religionen
Hier
einige Zitate aus dem Horror-Kabinet der Intoleranz
und der Menschenverachtung:
Altes
Testament:
(Jahweh spricht:) „Und wandelt nicht in den Bräuchen der
Heiden, die ich vor euch vertreiben will: denn das alles haben sie getan, und
darum habe ich sie verabscheut. Zu euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr
Land zu eigen bekommen“. (3. Mose,
22 und 23)
Der Koran:
„O
Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden“ (Fünfte Sure, 52). „Sage
ihnen: ‚Kann ich euch schlimmeres verkündigen als die Vergeltung Allahs ?“ (Fünfte Sure, 61).
Mein
Kampf (Hitler):
„Wer
die Hand an den Arier, das höchste Ebenbild des Herrn zu legen wagt, frevelt am
gütigen Schöpfer dieses Wunders...“- „...unsere Weltanschauung fordert die
Unterordnung des Schlechteren und Schwächeren“
Solange
es Religionen und Ideologien gibt, die Hass, Intoleranz und Menschenverachtung
lehren, wird es auf der Welt keinen Frieden geben. Aber nicht die Menschen, die
an diese Denkmuster glauben, müssen bekämpft werden, sondern die Ideen. Die
Auseinandersetzung muß auf der Ebene des Geistes
erfolgen.
Hin zu
Einheit und Brüderlichkeit
Der
nächste, ganz pragmatische Schritt zur Einheit der Global City könnte die
Bildung einer Wirtschafts- und Währungsunion von USA und Europa sein. Man
könnte die Parität auf 1 Dollar = 1 Euro festschreiben und die Federal Reserve
Bank mit der Europäischen Notenbank verschmelzen. Es wäre ein unnötiger Aufwand,
jetzt wieder neue Geldscheine und Münzen einer „DollEur“-Währung
herzustellen. Es würde genügen, dass USA und Europäische Union den Dollar und
den Euro als in beiden Weltregionen gültige Zahlungsmittel anerkennen, also die
Amerikaner bei uns in Dollar und wir in USA mit Euro zahlen können.
Der
„Global-Union“ könnten sich allmählich Kanada, Russland, Australien,
Lateinamerika, Indien und weitere Staaten anschließen.
Englisch
als gemeinsame Sprache
Neben
der Muttersprache sollte jedermann in der Global-Union eine zweite Sprache
erlernen. Wer Englisch als Muttersprache spricht, sollte eine der großen
Weltsprachen (Spanisch bzw. Portugiesisch, Russisch oder Arabisch) lernen.
Übrigens gibt es in China ca. 30 verschiedene Sprachen, so daß
sich die Chinesen aus den verschiedenen Provinzen untereinander oft nur mit
Hilfe ihrer Bilderschrift verständigen können. Insofern gibt es „das“
Chinesische als Weltsprache nicht. Genauso wenig gibt es „das“ Indische, oder
„das“ Afrikanische.
Es
ist klar, dass noch einige Generationen vergehen werden, bis jeder Bürger der
Global City Englisch verstehen und sprechen kann. Um
diesen Vorgang zu erleichtern und beschleunigen, wäre es wünschenswert, dass in
jedem Land ein Fernesehkanal Unterhaltungssendungen im englischen Originalton
ausstrahlt. Dies ist selbst in Deutschland nicht der Fall, was ein
schwerverständliches Versäumnis ist.
Das
Recht und die Pflicht zur Arbeit
Jeder
Mensch im arbeitsfähigen Alter und Zustand hat das Recht und die Pflicht zu
arbeiten. Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, ihre Bürger mit sinnvoller
und angemessen bezahlter Arbeit zu versorgen, hat ein erhebliches Defizit und
ist fragwürdig.
Menschlicher
Wohlstand und Fortschritt haben ihre Grundlage in sinnvoller und gut
organisierter Arbeit. Es ist kein Zufall, dass in Ländern, in denen besonders
viel und effizient gearbeitet wird, der Wohlstand am höchsten ist.
Es
genügt aber nicht zu arbeiten, es müssen auch die Früchte der Arbeit den
Arbeitenden zu gute kommen. Jeder soll seinen gerechten Anteil bekommen,
niemand zu viel und niemand zu wenig. Wo Korruption und Verschwendung
herrschen, kann es Wohlstand für breite Schichten nicht geben. Die größte
Verschwendung ist das Führen von Kriegen.
Besonders
ist das Augenmerk auf die „Oberschicht“ in einem armen und verwahrlosten Land
zu richten, welche die Allgemeinheit bestiehlt, belügt und unterdrückt. Der
erste Schritt zu einer sinnvollen und wirkungsvollen Entwicklungshilfe ist die
Entmachtung korrupter und verbrecherischer Regierungen. Der zweite Schritt ist
dann, die Menschen für ihre Arbeit gerecht zu entlohnen. Es gibt in
verwahrlosten und korrupten Ländern viele Menschen, die niemals richtig
gearbeitet haben, sondern als Soldaten, Räuber und Erpresser von der Arbeit
anderer leben. Sie müssen lernen, ehrliche Arbeit zu tun.
Wenn
alle Menschen sinnvoll und effizient arbeiten, reichen 25 Stunden Berufsarbeit
in der Woche aus.
Die
Förderung des Bürgerbewußtseins
In
Staaten, in denen sich der Bürger mit seinem Staat identifiziert und Gemeinsinn
entwickelt, ist die Versorgung der Menschen weit besser gewährleistet, als in
Staaten, in denen jeder danach strebt, alle andern und den Staat zu bestehlen
und zu betrügen. Wenn jeder versucht, seine Egoismen auf Kosten der anderen
durchzusetzen, dann geht es fast allen schlecht.
Das
globale Bürgerbewusstsein identifiziert sich mit der Global City und fällt
nicht auf nationalistische Hetze gegen andere Völker oder gegen „Ungläubige“
herein. Die Menschenrechte sind universell verbindlich, und keine Regierung
darf sich darüber hinwegsetzen. Auf lange Sicht kann es uns nur gut gehen, wenn
es der ganzen Global City gut geht.
Das
Menschheitskollektiv, ein Organismus höherer Ordnung
Die
Intelligenz und das Wissen der gesamten Menschheit ist
weit größer als die eines einzelnen Menschen. Immer wieder haben einzelne und
Gruppen es vermocht, sich in den Besitz von Macht und Reichtum eines Staates zu
setzen, um sie für ihre egoistische Zwecke zu missbrauchen. Der ewig aktuelle
Kerngedanke der Demokratie ist es, dies zu verhindern.
Es
ist an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen, und alle, die über besonders
viel Macht und Reichtum verfügen, in besonderer Weise zu durchleuchten und alle
ihre Geheimnisse aufzuspüren und öffentlich zugänglich zu machen. Das Mittel
dazu sind die Medien und das Internet.
Es
ist auch an der Zeit, es denjenigen Menschen, die von ihrem Denken und von
ihrem Tun her der Allgemeinheit schaden oder sie bedrohen, das Leben noch
schwerer zu machen. Der ehrliche und staatstreue Bürger soll unbehelligt
bleiben, aber Verstöße gegen die Interessen und das Wohl der Allgemeinheit
müssen erkannt und zurückverfolgt werden können. Auch hier bieten Internet und
Computer Möglichkeiten, die voll ausgeschöpft werden sollten. Eine Welt ohne
Verbrechen, Terrorismus und ohne Kriege rückt allmählich in den Bereich des
Möglichen. Eine solche Welt wäre auch eine Welt ohne Armut, denn Armut ist
letztlich die Folge von Diebstahl, Erpressung und Betrug. Diese Straftaten
werden von Individuen begangen, die man schon bald so überwachen wird können,
dass sich Verbrechen nicht mehr lohnen.
Die
Menschheit wird in Zukunft noch viel stärker ein Kollektiv bilden, in welchem
der einzelne Mensch noch enger mit den anderen Menschen und mit der Gesamtheit verbunden
sein wird. Jeder wird ein kleines, Handy-artiges Gerät mit sich tragen, den „Kommunikator“, der ständig Daten ins Internet sendet, die
jedem, den es interessiert, Auskunft darüber geben, wo der Besitzer des Kommunikators ist, wofür er Geld ausgibt bzw. bekommt und
ob er medizinische oder sonstige Hilfe braucht.
Nicht
wie im alten Orient oder in hierarchischen, autoritären Gesellschaften wird der
„große Einzelne“ mit seinem Willen ganze Völker kontrollieren, sondern das
Kollektiv „Menschheit“ wird den Einzelnen kontrollieren und beschützen.
Menschliches Leben außerhalb oder gegen die Menschheit wird es nicht geben.
Das
Menschheitskollektiv ersetzt den Nationalstaat
Der
Staat in dem bisher gewohnten Sinn macht folgendes: Er nimmt etwa 50 % der
Erträge der Arbeit seiner Bürger und wendet sie für Straßen, Schulen,
Krankenhäuser usw. auf. Ein ganz erheblicher Teil der Mittel werden für soziale
Zwecke umverteilt. Einen beträchtlichen Teil behält der Staat aber für sich
selbst, um seinen Behörden-Apparat zu finanzieren.
Im
Menschheitskollektiv wird der Staat in der bisher gewohnten Form nur noch eine
Randerscheinung sein. Jedermann erhält von der regionalen „Kollektivbank“ einen
Grundversorgungsbetrag, egal ob er berufstätig, in Rente oder krank ist. Von diesem
Grundbetrag kann jeder leben. Hinzu kommen zusätzliche Beträge für besondere
Leistung und Qualifikation, aber auch für außergewöhnliche Belastungen.
Im
Staat im konventionellen Sinn dient ein großer Teil der Verwaltung dazu, um zu
überprüfen, ob die Ansprüche auf Geld aus dem „großen Topf“ rechtmäßig sind.
Diese Kontrollfunktion wird im Menschheitskollektiv die Öffentlichkeit
übernehmen. Jedermann wird per Internet Einblick nehmen können, wie viel und
wofür der Nachbar, Kollege, der Chef, der Minister, der Manager, der
Sozialhilfe-Empfänger usw. Geld erhält. Die öffentliche Kontrolle wird die
staatliche Kontrolle ersetzen.
Eine
Weltregierung im herkömmlichen Sinn wird es nicht geben
Wenn
es keinen Staat im herkömmlichen Sinn geben wird, wird es auch keinen Weltstaat
geben. Die Global City wird einen Stadtrat und eine Stadtverwaltung haben,
wobei die einzelnen Stadtteile auf Grund der räumlichen Trennung weitgehend
autonom sein werden. Die Stadtteil-Verwaltungen und die „Global City
Administration“ werden die notwendige Infrastruktur bereitstellen. Aber sie
werden keine Staatspolitik im klassischen Sinn machen. Es wird keine Armeen und
keine Kriege geben, und auch keine Außenpolitik. Für die Kriegstreiber und
Menschenrechtsverletzter wird das „GPD“ zuständig sein, das „Global Police
Departement“. Die Geheimdienste werden überflüssig sein, denn es wird keine
Geheimnisse mehr geben. Alles wird man aus den Medien und dem Internet erfahren
können.
Der Optimalismus als grundsätzliche Leitlinie
Keine
Entscheidung und keine Staatsform bringt nur Vorteile
und keine Nachteile. Eine Utopie (und darum handelt es sich bei dieser
Webseite) ohne Schattenseiten kann es nicht geben. Man kann nur versuchen, die
optimale Staatsform und die optimale Entscheidungen zu finden. Dabei kann man
nicht alles Gute und Bewährte, das es schon gibt, über Bord werfen, sondern nur
darauf aufbauen und es verbessern.
Aber
es ist offensichtlich, dass die Menschheit noch weit vom Optimum entfernt ist.
Im Moment scheint das Pendel zu sehr in Richtung Manchester-Kapitalismus
ausgeschlagen zu sein. Aber auch der Sozialismus hat erhebliche Schwächen: er
verbietet das Privateigentum und leistet der Faulheit, der Ausbeutung und der
Zerstörung öffentlichen Eigentums Vorschub. Der optimalistische Kollektivismus will in flexibler und
behutsamer Weise das politische und gesellschaftliche System durch kluge und
vorsichtige Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten verbessern, wobei
Fehler durch ein Frühwarnsystem rechtzeitig erkannt werden sollen.
Wir
sollten nicht untätig bleiben, sondern versuchen, den Strom der Zeit, der sich
unaufhaltsam dahinwälzt, in die richtigen Bahnen zu lenken.