Vernetzte Intelligenz als Erbe der alten
Imperien
Warum sich die Menschheit selbst regieren kann und soll
Von
Die
Menschheit ist bedroht durch den technischen Fortschritt
Den modernen
Menschen im biologischen Sinne gibt es etwa seit 200 000 Jahren. Am Anfang gab
es nur wenige Exemplare dieser Spezies, und sie war ständig vom Aussterben
bedroht. Jetzt ist die Bevölkerungszahl in gigantische Höhen gewachsen, der
Mensch ist uneingeschränkter Herrscher unseres Planeten und doch, sein
Überleben ist wieder in Frage gestellt.
Das ist
offenbar geworden mit dem Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945 in
Hiroshima. Da begriffen viele Menschen, dass der technische Fortschritt nicht
nur das Überleben der Menschheit sichert, sondern im Gegenteil, es auch
gefährdet.
Die Technik
hat dem Menschen die Mittel in die Hand gegeben, sich selbst und den Planeten
zu zerstören. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sagen: „Wenn uns die moderne
Technik bedroht, dann müssen zu einem einfachen, bäuerlichen Leben, möglichst
als Selbstversorger, zurückkehren“.
Die größte
Bedrohung für das Überleben der Menschheit sehe ich in der Existenz der
Massenvernichtungswaffen. Die große Frage ist: „Wie kann man die
Massenvernichtungswaffen abschaffen und einen Zustand des weltweiten Friedens herstellen ?“ Die logische Antwort war für mich in der Zeit
zwischen 1980 und etwa 2006: „Wir brauchen eine Weltregierung. Solange es
Nationalstaaten gibt, die sich gegenseitig mit Vernichtung bedrohen, ist die
Menschheit in ständiger Gefahr“.
Natürlich
wurde ich von den meisten Menschen belächelt, weil es offensichtlich ist, dass
eine Atommacht wie die USA niemals auf ihre Atomwaffen verzichten würde – aus
Angst, gegenüber ihren Feinden wehrlos zu sein. Und da gibt es im Hintergrund
auch noch den militärisch-industriell Komplex, der daran interessiert ist, dass
sich die USA in einem ständigen Kriegszustand befindet und ständig in
irgendwelche Konflikte verwickelt ist.
Insofern war
meine Forderung nach der Entwaffnung und Abschaffung der Nationalstaaten in den
Augen der meisten Menschen blauäugig und wirklichkeitsfremd. Ich dagegen halte meine
Kritiker für naiv, weil sie nicht sehen wollen, dass die
Massenvernichtungswaffen früher oder später auch einmal eingesetzt werden.
Es kam die
Wiedervereinigung Deutschlands, der Zusammenbruch der Sowjetunion und die
Globalisierung. Die Menschheit wuchs zusammen, die Massenvernichtungswaffen
waren kein Thema mehr und alles schien auf einem guten Weg zu sein. Die
Wirtschaft wurde weltweit eng verknüpft, das Internet entstand, und die
Staatsmänner und Mächtigen der Welt trafen sich ständig in Konferenzen und
waren per Du. Der kalte Krieg war vorbei. Die USA
waren die einzig verbliebene Supermacht. Die USA, das war für uns, die wir die
50-er Jahre in Deutschland noch erlebt hatten, die freundliche und humane
Weltmacht, welche für Freiheit und Demokratie eintrat und deren „way of life“
für uns alle das große Vorbild war.
Der
Krieg gegen den Terror und die Globalisierung
Und dann kam
der 11. Sept. 2001 und die USA (oder besser ihre Führungsspitze) verfiel in
Hysterie und begann den unseligen „Krieg gegen den Terror“. Wir lernten, dass
eine Bedrohung für die Menschheit nicht nur durch bis an die Zähne bewaffnete
Nationalstaaten ausgehen kann, sondern dass einzelne militante und fanatische
Minderheiten sich in den Besitz von Massenvernichtungswaffen setzen können oder
durch Putsch oder vielleicht sogar legale demokratische Wahlen einen
Nationalstaat erobern können, der über Massenvernichtungswaffen verfügt, z. B.
Pakistan oder den Irak. Und hatte sich die Bush-Clique nicht auch in den Besitz
der USA gesetzt ? (- durch überaus zweifelhafte Wahlen).
Dann schlug
die Globalisierung zu. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen immer ärmer.
Das schürte den Radikalismus und Fundamentalismus.
Aus alle dem
wurde mir immer klarer, dass nicht die Nationalstaaten, sondern die
menschlichen Individuen und die mächtigen Gruppen und Klassen, die sie bilden,
die eigentliche Gefahr für den Frieden und das Überleben der Menschheit sind.
Und ich schloß messerscharf, dass diese gefährlichen
und mächtigen Individuen von der breiten Mehrheit kontrolliert und gebändigt
werden müssen. Das ist kein neuer Gedanke. Man nennt ihn Demokratie. Aber wie
ist es um unsere Demokratie bestellt ! Die Parlamente
und die Parteien sind vom großen Geld der Industrie und der Banken gekauft.
Jüngstes Beispiel: Henry Paul war, bevor er Finanzminister der USA wurde, hoher
Manager bei der Morgan Chase Bank. Also ließ er als Finanzminister die
Konkurrenzbank Lehmann Brothers pleite gehen. Er hatte den Job des
Finanzministers mit der Absicht erlangt, den Banken, insbesondere Morgan Chase,
aus ihrer Immobilien-Pleite herauszuhelfen.
Die
Gefahren der Menschheit in einer hochzivilisierten
Welt
Wenn wir eine
große Metropole als Symbol für unsere moderne, urbane Zivilisation betrachten,
dann erkennen wir sofort deren außerordentliche Verletzbarkeit. Nehmen wir z.
B. Berlin. Die Stadt kann nur funktionieren, weil sie von außen einen ständigen
Zustrom an Lebensmitteln, Energie und Information erhält.
Wenn die
Elektrizität für ein paar Tage ausbleibt, ist eine Stadt unbewohnbar.
Und da wären
wir bei den Terroristen. Die islamischen Terroristen. Gottseidank
fehlt ihnen das technische Verständnis und das technische Know
how. Sonst würden sie nicht harmlose Passanten in
einer Fußgängerzone in die Luft sprengen, sondern Kraftwerke, Rechenzentren,
Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom, Telefon und Daten.
Unsere urbane
Zivilisation ist überaus empfindlich geworden. Eine Stadt ist ein komplizierter
Organismus, der nur existieren kann, wenn eine Vielzahl von Menschen
zuverlässig und pünktlich ihren Dienst versieht und die ganze Maschinerie am
laufen hält. Das sind die wahren Helden unserer Zeit.
Die Welt ist
kein globales Dorf, sondern eine globale Stadt. Werden da die normalen Abläufe
zerstört, dann kommt es zum Chaos und zum Zusammenbruch.
Schon aus
diesem Grund kann sich die moderne urbane Gesellschaft keine Kriege leisten.
Der Schock vom 11. September 2001 bestand eigentlich darin, dass der Krieg
plötzlich mitten in der zentralen Stadt unserer westlichen Zivilisation war.
Wenn Manhattan zusammenbricht, bricht die amerikanische Wirtschaft zusammen.
Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, kommt Bürgerkrieg und Chaos, und viele Menschen werden an Hunger und Seuchen sterben.
Das
Problem der gewaltbereiten jungen Männer
Wir brauchen
also eine stabile und sichere Welt. Aber die Globalisierung hat die Welt
destabilisiert. Die Reichen wurden immer reicher, und die Armen immer ärmer.
Die radikalen Weltanschauungen ziehen immer mehr junge, gewaltbereite Männer in
ihren Bann.
Die
zivilisiert Welt ist eine Welt, welche weibliche Tugenden und Eigenschaften
verlangt und belohnt: Sprachbegabung, Einfühlungsvermögen, Bereitschaft zum
freundlichen Miteinander statt zur machohaften und arroganten Konfrontation.
Eigenschaften wie körperliche Stärke, Mut, Ausdauer, Kampfeswillen, Streben
nach Dominanz sind in der modernen Welt nicht gefragt. Das Geld regiert die
Welt, nicht das Recht des Stärkeren. Gefragt ist Wissen und Intelligenz, Charme
und Charisma. Da fallen die arbeitslosen Jungens aus den Unterschichtghettos
natürlich hinten runter, während ihre Schwestern einen Job als Friseuse oder
Sekretärin bekommen.
Diese kräftigen
und gewaltbereiten jungen Männer haben kapiert, dass sie in der zivilisierten
Welt eigentlich keine Chance haben. Sie machen sich auf den Weg in die Barbarei
und Illegalität. Dort erwarten sie die Paten und Patriarchen, die ihnen sagen,
wo es lang geht und die ihnen eine Zukunft als Kämpfer anbieten. So werden sie
zu Feinden der westlichen Zivilisation und träumen davon, eine Welt zu
schaffen, in welcher die Eigenschaften, die sie im besonderem Maße besitzen,
nämlich Stärke und Brutalität, maßgebend sind und nicht diese „urbane
Weiberwelt.“
Das Dumme ist
nur, dass die Zivilisation über die bessere Bewaffnung verfügt. Ein kleiner,
schwacher Knirps kann den stärksten Muskelmann mit einer kleinen Pistole über
den Haufen schießen und wenn sich die Barbaren in einem großen Heer
zusammenrotten würden, um einen Feldzug gegen die zivilisierte Welt zu machen,
dann würden ein paar Bombergeschwader ausreichen, um dem Spuk ein Ende zu
bereiten. Also müssen die Barbaren zur Guerillataktik greifen und zur Sabotage.
Aber wie gesagt, zur wirksamen Sabotage fehlt ihnen
das technische Verständnis und die Fähigkeit zur Organisation.
Aber wir haben
keine Garantie, dass dies immer so bleiben wird. Je mehr junge Männer aus der
abendländischen Zivilisation sich zum islamischen Fundamentalismus bekennen,
umso wahrscheinlicher wird es, dass unter ihnen welche sind, die wissen, wie
man eine Stadt und ein Land lahmlegt,
und die wissen, wie man Atombomben besorgt, Nervengase herstellt und Seuchenerreger
züchtet.
Die
adäquate Antwort auf die Verletzlichkeit der urbanen Welt und ihre Feinde
Die Feinde
unserer Zivilisation arbeiten auf ihren Untergang hin. Viele tun das gar nicht
bewusst, sondern sie verfolgen nur ihren eigenen Vorteil und kümmern sich nicht
darum, welchen Schaden sie der Allgemeinheit zufügen.
Da sind z. B.
die Manager von Hedgefonds oder Private Equity Firmen, die nur um des Profites willen die
Wirtschaft aussaugen und ruinieren.
Da sind all diejenigen,
die smart sind und verstanden haben, wie man durch geschicktes Ausnutzen des
kapitalistischen Systems vermehren kann – und das alles ganz legal und ohne
Anwendung oder Androhung von Gewalt. Und das wurmt ja die Gewaltbereiten und Gewaltverherrlichenden
so sehr: die smarten Boys können sich die ganze Welt kaufen – ohne persönliches Risiko. Und die
Gewaltbereiten reden von einer „Weltverschwörung der Juden und Freimaurer“.
Aber es gibt keine geheime Verschwörung gegen den Rest der Welt. Das einzige,
was geheim bleibt, sind Bankkonten in der Schweiz. Die Verlierer und zu kurz
Gekommenen haben nur das System nicht für ihre Zwecke nutzen können. Sonst
hätten sie auch ihre Millionen in der Schweiz und würden nicht kämpfen, sondern
genießen. Für sie gibt es nur das Paradies nach dem Tod. Dummerweise kommt nach
dem Tod das Nichts, und sie sind wieder die Betrogenen.
Die
gewaltbereiten und frustrierten jungen Männer wenden sich den radikalen Islamisten, der Mafia oder den Neo-Nazis zu (wobei alle
näher zusammen sind, als man glauben mag). Die jungen Männer gelangen in die
Fänge einer andern Art von Elite, die als Religionsführer, Warlord,
Mafiaboss oder nationaler Führe allein durch das Wort (oder besser gesagt:
durch falsche Versprechungen und sehr reale Drohungen) Herr über ihr Denken
bekommen und ihnen eine Zukunft als Räuber und Erpresser zu bieten haben.
Der
Kampf um die Vorherrschaft auf unserem Planeten: Früher war es ein Kampf der
Imperien
Der Kampf um
die Vorherrschaft auf diesem Planeten ist in eine neue Runde eingetreten. Die
Europäer haben drei menschenarme Kontinente entdeckt: nämlich Amerika,
Australien und Sibirien. Sie haben diese Kontinente besiedelt und die
Ureinwohner zum erheblichen Teil ausgerottet. Dank dieses gewaltigen Zuwachses
an Menschen, Ressourcen und Wissen haben Sie haben sie die „alten“ Kontinente Afrika
und Asien unterworfen.
Der erste
Weltkrieg entstanden deshalb, weil Deutschland bei der Verteilung der Welt zu
kurz gekommen war und sich danach sehnte, auch ein Imperium zu haben. Für
Hitler war die Weltgeschichte ein Kampf der Völker und Rassen um die Vorherrschaft.
Aber da hatte er seinen Darwin nicht richtig verstanden. Aus der Evolution geht
dejenige als Sieger hervor, der sich an die gegebenen
Umstände am besten anpasst und mit anderen am besten kooperiert.
Als die
Deutschen zu Imperialisten werden wollten, war der Zug schon lange abgefahren.
Ohne ausreichende Ressourcen, ohne Häfen am Ozean, ohne eine ausreichende
Flotte, ohne große Territorien, in die sie sich im Falle einer Invasion
zurückziehen konnten, standen die Deutschen in diesem Kampf auf verlorenen
Posten. Das war, ganz nüchtern betrachtet, ihre große Fehleinschätzung in zwei
Weltkriegen. Wenn man einen Krieg nicht gewinnen kann, soll man ihn erst gar
nicht beginnen, sondern man soll eine Welt des Friedens schaffen, um darin mit
den typisch deutschen Tugenden (Fleiß, Zuverlässigkeit, Gelehrsamkeit) nach
oben zu streben – wenn man schon unbedingt an der Spitze sein will.
Das Dritte
Reich ist untergegangen, aber ebenso das britische Imperium. Das russische ist
halb zerfallen, aber Russland hat noch Sibirien. Es bleibt noch das Imperium
der USA. Aber es ist kein militärisches Imperium, sondern ein wirtschaftliches,
das durch eine Flotte und eine technisch überlegene Armee, die überall auf der
Welt ihre Stützpunkte hat, flankiert und geschützt wird. Ein wirtschaftliches
Imperium hat den Vorteil, dass sich der Besitzer dieses Imperiums nicht um die Menschen
kümmern muß, die es beherrscht und ausbeutet. Das ist
der Unterschied zu den alten Kolonialreichen der Franzosen und Engländer. Die
USA bauen keine Straßen in Afrika und keine Schulen und Krankenhäuser. Sie
sorgen für keine staatliche Ordnung. Und auch im Irak und in Afghanistan wollen
sie die Organisation des Landes möglichst schnell wieder in die Hände der
lokalen Politiker legen.
Das ist der
Unterschied zum römischen Imperium. Ein erobertes Gebiet wurde zu einer Provinz
des Reiches. Gewiß, die Provinz wurde ausgebeutet und
die Provinzverwalter waren nur darauf bedacht, möglichst schnell möglichst viel
Geld aus der Provinz herauszuholen; aber die Provinz war Teil des römischen
Reiches und genoß die Vorteile der römische
Gesetzgebung, des römischen Friedens und der römischen Verwaltung. Und oft
brachten es Männer aus der Provinz zum Feldherrn oder sogar zum Cäsar.
Für die USA
ist es undenkbar, dass ein Land wie der Irak ein Bundesstaat der USA werden
kann, und selbst Deutschland wurde nach dem Krieg kein Teil der USA, obwohl das
für alle Beteiligten vielleicht am besten gewesen wäre.
Die USA
verzichtet also darauf, den Rest der Welt in sein Imperium einzubeziehen. Aber
nur so hätte sie die Welt einen und den Frieden auf Dauer sichern können. Das
hätte aber vorausgesetzt, dass der Rest der Welt gleichberechtigter Teil der
USA geworden wäre.
Die Welt wird
also niemals eine auf alle Kontinente der Erde ausgedehnte USA werden – obwohl
dies dem Frieden den dem Fortschritt der Menschheit vielleicht am besten
gedient hätten. Immerhin bietet sich jetzt allmählich eine auf die ganze Welt
ausgedehnte Europäische Union an - ein Modell, das in vieler Hinsicht für viele
Länder weit akzeptabler erscheint als die amerikanische Dominanz.
Der
Kampf um die Weltherrschaft: Heute ein Kampf zwischen gefährlichen und
verbrecherischen Individuen und der vernetzten Menschheit
Nietzsche
schreibt: „Es stellt sich die Frage, wer die Welt regieren soll
!“
Für Nietzsche
war klar, dass der Übermensch zur Weltherrschaft berufen ist. Die
Nietzsche-Ausleger, darunter vor allem die Nazis, haben Nietzsche so interpretiert, dass der Übermensch der
Herrenmensch sei, der nicht an kleinliche moralische Maßstäbe gebunden ist,
sondern kraft seiner höheren Daseinsberechtigung und seiner höheren Rasse das
Recht habe, sich über alle durch die christliche Moral (eine „Sklavenmoral“, wie
Nietzsche meinte), hinwegsetzten zu dürfen und nur seiner Herrenmoral
verpflichtet sei.
Heute hat die
Welt den Rassismus und die Idee vom Herrenmenschentum überwunden. Die USA haben
dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Das kann auch nicht ausbleiben in
einer Nation, die so viele unterschiedliche Völker in sich vereinigt.
Andernfalls würde sie zerreißen.
Die Welt wurde
amerikanisiert, und mit der Amerikanisierung haben wir alle verinnerlicht, dass
alle Menschen und Rassen gleichwertig sind – zumindest in der Theorie. In der
Praxis wiegt natürlich das Leben eines Amerikaners viel mehr als beispielsweise
eines Irakers.
Die Amerikaner
haben uns die Globalisierung der Wirtschaft und die Computer- und
Informationstechnologie gebracht. Und jetzt hat die Menschheit die Chance, sich
selbst zu regieren. Das gibt eine neue Perspektive und eine neue Hoffnung.
Ja, der Kampf
um die Vorherrschaft auf unserem Planeten ist in eine neue Runde eingetreten.
Aber es ist kein Kampf der Nationen oder Zivilisationen, auch nicht der Kampf
zwischen den sozialen Klassen. Kriege und Bürgerkrieg können in einer urbanen
Welt nicht mehr geführt werden, weil sie die Infrastruktur zerstören und die
Wirtschaft der kämpfenden Staaten zum Zusammenbruch bringen.
Nein, es geht
nicht mehr darum, dass ein mächtiger Staat alle anderen Staaten unterwirft, und
dass die herrschende Elite im diesem Staat die Welt regiert. Es geht darum, wer
die Welt regieren soll: Entweder die korrupten und verbrecherischen Individuen,
welche für ihren Luxus und ihre Obsessionen unsere Ressourcen sinnlos
verschwenden oder die durch das Internet zu einem „Global Brain“
vernetzte Menschheit, die sich selbst organisiert und selbst regiert.
Ja, nur eine
Instanz darf die Menschheit regieren: die Menschheit selbst. Man nennt das
Demokratie – globale Demokratie.
Zum ersten mal in der Geschichte hat die Mehrheit die Möglichkeit, sich
umfassend und schnell über die Welt zu informieren, in intensiven und
weltweiten Gedankenaustausch zu treten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.
Die Digitale Republik wird denkbar und machbar.