Vernetzte Intelligenz als Erbe der alten Imperien

Warum sich die Menschheit selbst regieren kann und soll

Von Richard Beiderbeck, www.koinae.de

 

            Die Menschheit ist bedroht durch den technischen Fortschritt

 

Den modernen Menschen im biologischen Sinne gibt es etwa seit 200 000 Jahren. Am Anfang gab es nur wenige Exemplare dieser Spezies, und sie war ständig vom Aussterben bedroht. Jetzt ist die Bevölkerungszahl in gigantische Höhen gewachsen, der Mensch ist uneingeschränkter Herrscher unseres Planeten und doch, sein Überleben ist wieder in Frage gestellt.

 

Das ist offenbar geworden mit dem Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945 in Hiroshima. Da begriffen viele Menschen, dass der technische Fortschritt nicht nur das Überleben der Menschheit sichert, sondern im Gegenteil, es auch gefährdet.

 

Die Technik hat dem Menschen die Mittel in die Hand gegeben, sich selbst und den Planeten zu zerstören. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sagen: „Wenn uns die moderne Technik bedroht, dann müssen zu einem einfachen, bäuerlichen Leben, möglichst als Selbstversorger, zurückkehren“.

 

Die größte Bedrohung für das Überleben der Menschheit sehe ich in der Existenz der Massenvernichtungswaffen. Die große Frage ist: „Wie kann man die Massenvernichtungswaffen abschaffen und einen Zustand des weltweiten Friedens herstellen ?“ Die logische Antwort war für mich in der Zeit zwischen 1980 und etwa 2006: „Wir brauchen eine Weltregierung. Solange es Nationalstaaten gibt, die sich gegenseitig mit Vernichtung bedrohen, ist die Menschheit in ständiger Gefahr“.

 

Natürlich wurde ich von den meisten Menschen belächelt, weil es offensichtlich ist, dass eine Atommacht wie die USA niemals auf ihre Atomwaffen verzichten würde – aus Angst, gegenüber ihren Feinden wehrlos zu sein. Und da gibt es im Hintergrund auch noch den militärisch-industriell Komplex, der daran interessiert ist, dass sich die USA in einem ständigen Kriegszustand befindet und ständig in irgendwelche Konflikte verwickelt ist.

 

Insofern war meine Forderung nach der Entwaffnung und Abschaffung der Nationalstaaten in den Augen der meisten Menschen blauäugig und wirklichkeitsfremd. Ich dagegen halte meine Kritiker für naiv, weil sie nicht sehen wollen, dass die Massenvernichtungswaffen früher oder später auch einmal eingesetzt werden.

 

Es kam die Wiedervereinigung Deutschlands, der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Globalisierung. Die Menschheit wuchs zusammen, die Massenvernichtungswaffen waren kein Thema mehr und alles schien auf einem guten Weg zu sein. Die Wirtschaft wurde weltweit eng verknüpft, das Internet entstand, und die Staatsmänner und Mächtigen der Welt trafen sich ständig in Konferenzen und waren per Du. Der kalte Krieg war vorbei. Die USA waren die einzig verbliebene Supermacht. Die USA, das war für uns, die wir die 50-er Jahre in Deutschland noch erlebt hatten, die freundliche und humane Weltmacht, welche für Freiheit und Demokratie eintrat und deren „way of life“ für uns alle das große Vorbild war.

 

Der Krieg gegen den Terror und die Globalisierung

 

Und dann kam der 11. Sept. 2001 und die USA (oder besser ihre Führungsspitze) verfiel in Hysterie und begann den unseligen „Krieg gegen den Terror“. Wir lernten, dass eine Bedrohung für die Menschheit nicht nur durch bis an die Zähne bewaffnete Nationalstaaten ausgehen kann, sondern dass einzelne militante und fanatische Minderheiten sich in den Besitz von Massenvernichtungswaffen setzen können oder durch Putsch oder vielleicht sogar legale demokratische Wahlen einen Nationalstaat erobern können, der über Massenvernichtungswaffen verfügt, z. B. Pakistan oder den Irak. Und hatte sich die Bush-Clique nicht auch in den Besitz der USA gesetzt ? (- durch überaus zweifelhafte Wahlen).

 

Dann schlug die Globalisierung zu. Die Reichen wurden immer reicher, die Armen immer ärmer. Das schürte den Radikalismus und Fundamentalismus.

 

Aus alle dem wurde mir immer klarer, dass nicht die Nationalstaaten, sondern die menschlichen Individuen und die mächtigen Gruppen und Klassen, die sie bilden, die eigentliche Gefahr für den Frieden und das Überleben der Menschheit sind. Und ich schloß messerscharf, dass diese gefährlichen und mächtigen Individuen von der breiten Mehrheit kontrolliert und gebändigt werden müssen. Das ist kein neuer Gedanke. Man nennt ihn Demokratie. Aber wie ist es um unsere Demokratie bestellt ! Die Parlamente und die Parteien sind vom großen Geld der Industrie und der Banken gekauft. Jüngstes Beispiel: Henry Paul war, bevor er Finanzminister der USA wurde, hoher Manager bei der Morgan Chase Bank. Also ließ er als Finanzminister die Konkurrenzbank Lehmann Brothers pleite gehen. Er hatte den Job des Finanzministers mit der Absicht erlangt, den Banken, insbesondere Morgan Chase, aus ihrer Immobilien-Pleite herauszuhelfen.

 

Die Gefahren der Menschheit in einer hochzivilisierten Welt

 

Wenn wir eine große Metropole als Symbol für unsere moderne, urbane Zivilisation betrachten, dann erkennen wir sofort deren außerordentliche Verletzbarkeit. Nehmen wir z. B. Berlin. Die Stadt kann nur funktionieren, weil sie von außen einen ständigen Zustrom an Lebensmitteln, Energie und Information erhält.

 

Wenn die Elektrizität für ein paar Tage ausbleibt, ist eine Stadt unbewohnbar.

 

Und da wären wir bei den Terroristen. Die islamischen Terroristen. Gottseidank fehlt ihnen das technische Verständnis und das technische Know how. Sonst würden sie nicht harmlose Passanten in einer Fußgängerzone in die Luft sprengen, sondern Kraftwerke, Rechenzentren, Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom, Telefon und Daten.

 

Unsere urbane Zivilisation ist überaus empfindlich geworden. Eine Stadt ist ein komplizierter Organismus, der nur existieren kann, wenn eine Vielzahl von Menschen zuverlässig und pünktlich ihren Dienst versieht und die ganze Maschinerie am laufen hält. Das sind die wahren Helden unserer Zeit.

 

Die Welt ist kein globales Dorf, sondern eine globale Stadt. Werden da die normalen Abläufe zerstört, dann kommt es zum Chaos und zum Zusammenbruch.

 

Schon aus diesem Grund kann sich die moderne urbane Gesellschaft keine Kriege leisten. Der Schock vom 11. September 2001 bestand eigentlich darin, dass der Krieg plötzlich mitten in der zentralen Stadt unserer westlichen Zivilisation war. Wenn Manhattan zusammenbricht, bricht die amerikanische Wirtschaft zusammen. Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, kommt Bürgerkrieg und Chaos, und viele Menschen werden an Hunger und Seuchen sterben.

 

Das Problem der gewaltbereiten jungen Männer

 

Wir brauchen also eine stabile und sichere Welt. Aber die Globalisierung hat die Welt destabilisiert. Die Reichen wurden immer reicher, und die Armen immer ärmer. Die radikalen Weltanschauungen ziehen immer mehr junge, gewaltbereite Männer in ihren Bann.

 

Die zivilisiert Welt ist eine Welt, welche weibliche Tugenden und Eigenschaften verlangt und belohnt: Sprachbegabung, Einfühlungsvermögen, Bereitschaft zum freundlichen Miteinander statt zur machohaften und arroganten Konfrontation. Eigenschaften wie körperliche Stärke, Mut, Ausdauer, Kampfeswillen, Streben nach Dominanz sind in der modernen Welt nicht gefragt. Das Geld regiert die Welt, nicht das Recht des Stärkeren. Gefragt ist Wissen und Intelligenz, Charme und Charisma. Da fallen die arbeitslosen Jungens aus den Unterschichtghettos natürlich hinten runter, während ihre Schwestern einen Job als Friseuse oder Sekretärin bekommen.

 

Diese kräftigen und gewaltbereiten jungen Männer haben kapiert, dass sie in der zivilisierten Welt eigentlich keine Chance haben. Sie machen sich auf den Weg in die Barbarei und Illegalität. Dort erwarten sie die Paten und Patriarchen, die ihnen sagen, wo es lang geht und die ihnen eine Zukunft als Kämpfer anbieten. So werden sie zu Feinden der westlichen Zivilisation und träumen davon, eine Welt zu schaffen, in welcher die Eigenschaften, die sie im besonderem Maße besitzen, nämlich Stärke und Brutalität, maßgebend sind und nicht diese „urbane Weiberwelt.“

 

Das Dumme ist nur, dass die Zivilisation über die bessere Bewaffnung verfügt. Ein kleiner, schwacher Knirps kann den stärksten Muskelmann mit einer kleinen Pistole über den Haufen schießen und wenn sich die Barbaren in einem großen Heer zusammenrotten würden, um einen Feldzug gegen die zivilisierte Welt zu machen, dann würden ein paar Bombergeschwader ausreichen, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Also müssen die Barbaren zur Guerillataktik greifen und zur Sabotage. Aber wie gesagt, zur wirksamen Sabotage fehlt ihnen das technische Verständnis und die Fähigkeit zur Organisation.

 

Aber wir haben keine Garantie, dass dies immer so bleiben wird. Je mehr junge Männer aus der abendländischen Zivilisation sich zum islamischen Fundamentalismus bekennen, umso wahrscheinlicher wird es, dass unter ihnen welche sind, die wissen, wie man eine  Stadt und ein Land lahmlegt, und die wissen, wie man Atombomben besorgt, Nervengase herstellt und Seuchenerreger züchtet.

 

Die adäquate Antwort auf die Verletzlichkeit der urbanen Welt und ihre Feinde

 

Die Feinde unserer Zivilisation arbeiten auf ihren Untergang hin. Viele tun das gar nicht bewusst, sondern sie verfolgen nur ihren eigenen Vorteil und kümmern sich nicht darum, welchen Schaden sie der Allgemeinheit zufügen.

 

Da sind z. B. die Manager von Hedgefonds oder Private Equity Firmen, die nur um des Profites willen die Wirtschaft aussaugen und ruinieren.

 

Da sind all diejenigen, die smart sind und verstanden haben, wie man durch geschicktes Ausnutzen des kapitalistischen Systems vermehren kann – und das alles ganz legal und ohne Anwendung oder Androhung von Gewalt. Und das wurmt ja die Gewaltbereiten und Gewaltverherrlichenden so sehr: die smarten Boys können sich die ganze Welt  kaufen – ohne persönliches Risiko. Und die Gewaltbereiten reden von einer „Weltverschwörung der Juden und Freimaurer“. Aber es gibt keine geheime Verschwörung gegen den Rest der Welt. Das einzige, was geheim bleibt, sind Bankkonten in der Schweiz. Die Verlierer und zu kurz Gekommenen haben nur das System nicht für ihre Zwecke nutzen können. Sonst hätten sie auch ihre Millionen in der Schweiz und würden nicht kämpfen, sondern genießen. Für sie gibt es nur das Paradies nach dem Tod. Dummerweise kommt nach dem Tod das Nichts, und sie sind wieder die Betrogenen.

 

Die gewaltbereiten und frustrierten jungen Männer wenden sich den radikalen Islamisten, der Mafia oder den Neo-Nazis zu (wobei alle näher zusammen sind, als man glauben mag). Die jungen Männer gelangen in die Fänge einer andern Art von Elite, die als Religionsführer, Warlord, Mafiaboss oder nationaler Führe allein durch das Wort (oder besser gesagt: durch falsche Versprechungen und sehr reale Drohungen) Herr über ihr Denken bekommen und ihnen eine Zukunft als Räuber und Erpresser zu bieten haben.

 

Der Kampf um die Vorherrschaft auf unserem Planeten: Früher war es ein Kampf der Imperien

 

Der Kampf um die Vorherrschaft auf diesem Planeten ist in eine neue Runde eingetreten. Die Europäer haben drei menschenarme Kontinente entdeckt: nämlich Amerika, Australien und Sibirien. Sie haben diese Kontinente besiedelt und die Ureinwohner zum erheblichen Teil ausgerottet. Dank dieses gewaltigen Zuwachses an Menschen, Ressourcen und Wissen haben Sie haben sie die „alten“ Kontinente Afrika und Asien unterworfen.

 

Der erste Weltkrieg entstanden deshalb, weil Deutschland bei der Verteilung der Welt zu kurz gekommen war und sich danach sehnte, auch ein Imperium zu haben. Für Hitler war die Weltgeschichte ein Kampf der Völker und Rassen um die Vorherrschaft. Aber da hatte er seinen Darwin nicht richtig verstanden. Aus der Evolution geht dejenige als Sieger hervor, der sich an die gegebenen Umstände am besten anpasst und mit anderen am besten kooperiert.

 

Als die Deutschen zu Imperialisten werden wollten, war der Zug schon lange abgefahren. Ohne ausreichende Ressourcen, ohne Häfen am Ozean, ohne eine ausreichende Flotte, ohne große Territorien, in die sie sich im Falle einer Invasion zurückziehen konnten, standen die Deutschen in diesem Kampf auf verlorenen Posten. Das war, ganz nüchtern betrachtet, ihre große Fehleinschätzung in zwei Weltkriegen. Wenn man einen Krieg nicht gewinnen kann, soll man ihn erst gar nicht beginnen, sondern man soll eine Welt des Friedens schaffen, um darin mit den typisch deutschen Tugenden (Fleiß, Zuverlässigkeit, Gelehrsamkeit) nach oben zu streben – wenn man schon unbedingt an der Spitze sein will.

 

Das Dritte Reich ist untergegangen, aber ebenso das britische Imperium. Das russische ist halb zerfallen, aber Russland hat noch Sibirien. Es bleibt noch das Imperium der USA. Aber es ist kein militärisches Imperium, sondern ein wirtschaftliches, das durch eine Flotte und eine technisch überlegene Armee, die überall auf der Welt ihre Stützpunkte hat, flankiert und geschützt wird. Ein wirtschaftliches Imperium hat den Vorteil, dass sich der Besitzer dieses Imperiums nicht um die Menschen kümmern muß, die es beherrscht und ausbeutet. Das ist der Unterschied zu den alten Kolonialreichen der Franzosen und Engländer. Die USA bauen keine Straßen in Afrika und keine Schulen und Krankenhäuser. Sie sorgen für keine staatliche Ordnung. Und auch im Irak und in Afghanistan wollen sie die Organisation des Landes möglichst schnell wieder in die Hände der lokalen Politiker legen.

 

Das ist der Unterschied zum römischen Imperium. Ein erobertes Gebiet wurde zu einer Provinz des Reiches. Gewiß, die Provinz wurde ausgebeutet und die Provinzverwalter waren nur darauf bedacht, möglichst schnell möglichst viel Geld aus der Provinz herauszuholen; aber die Provinz war Teil des römischen Reiches und genoß die Vorteile der römische Gesetzgebung, des römischen Friedens und der römischen Verwaltung. Und oft brachten es Männer aus der Provinz zum Feldherrn oder sogar zum Cäsar.

 

Für die USA ist es undenkbar, dass ein Land wie der Irak ein Bundesstaat der USA werden kann, und selbst Deutschland wurde nach dem Krieg kein Teil der USA, obwohl das für alle Beteiligten vielleicht am besten gewesen wäre.

 

Die USA verzichtet also darauf, den Rest der Welt in sein Imperium einzubeziehen. Aber nur so hätte sie die Welt einen und den Frieden auf Dauer sichern können. Das hätte aber vorausgesetzt, dass der Rest der Welt gleichberechtigter Teil der USA geworden wäre.

 

Die Welt wird also niemals eine auf alle Kontinente der Erde ausgedehnte USA werden – obwohl dies dem Frieden den dem Fortschritt der Menschheit vielleicht am besten gedient hätten. Immerhin bietet sich jetzt allmählich eine auf die ganze Welt ausgedehnte Europäische Union an - ein Modell, das in vieler Hinsicht für viele Länder weit akzeptabler erscheint als die amerikanische Dominanz.

 

Der Kampf um die Weltherrschaft: Heute ein Kampf zwischen gefährlichen und verbrecherischen Individuen und der vernetzten Menschheit

 

Nietzsche schreibt: „Es stellt sich die Frage, wer die Welt regieren soll !“

 

Für Nietzsche war klar, dass der Übermensch zur Weltherrschaft berufen ist. Die Nietzsche-Ausleger, darunter vor allem die Nazis, haben Nietzsche so  interpretiert, dass der Übermensch der Herrenmensch sei, der nicht an kleinliche moralische Maßstäbe gebunden ist, sondern kraft seiner höheren Daseinsberechtigung und seiner höheren Rasse das Recht habe, sich über alle durch die christliche Moral (eine „Sklavenmoral“, wie Nietzsche meinte), hinwegsetzten zu dürfen und nur seiner Herrenmoral verpflichtet sei.

 

Heute hat die Welt den Rassismus und die Idee vom Herrenmenschentum überwunden. Die USA haben dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Das kann auch nicht ausbleiben in einer Nation, die so viele unterschiedliche Völker in sich vereinigt. Andernfalls würde sie zerreißen.

 

Die Welt wurde amerikanisiert, und mit der Amerikanisierung haben wir alle verinnerlicht, dass alle Menschen und Rassen gleichwertig sind – zumindest in der Theorie. In der Praxis wiegt natürlich das Leben eines Amerikaners viel mehr als beispielsweise eines Irakers.

 

Die Amerikaner haben uns die Globalisierung der Wirtschaft und die Computer- und Informationstechnologie gebracht. Und jetzt hat die Menschheit die Chance, sich selbst zu regieren. Das gibt eine neue Perspektive und eine neue Hoffnung.

 

Ja, der Kampf um die Vorherrschaft auf unserem Planeten ist in eine neue Runde eingetreten. Aber es ist kein Kampf der Nationen oder Zivilisationen, auch nicht der Kampf zwischen den sozialen Klassen. Kriege und Bürgerkrieg können in einer urbanen Welt nicht mehr geführt werden, weil sie die Infrastruktur zerstören und die Wirtschaft der kämpfenden Staaten zum Zusammenbruch bringen.

 

Nein, es geht nicht mehr darum, dass ein mächtiger Staat alle anderen Staaten unterwirft, und dass die herrschende Elite im diesem Staat die Welt regiert. Es geht darum, wer die Welt regieren soll: Entweder die korrupten und verbrecherischen Individuen, welche für ihren Luxus und ihre Obsessionen unsere Ressourcen sinnlos verschwenden oder die durch das Internet zu einem „Global Brain“ vernetzte Menschheit, die sich selbst organisiert und selbst regiert.

 

Ja, nur eine Instanz darf die Menschheit regieren: die Menschheit selbst. Man nennt das Demokratie – globale Demokratie.

 

Zum ersten mal in der Geschichte hat die Mehrheit die Möglichkeit, sich umfassend und schnell über die Welt zu informieren, in intensiven und weltweiten Gedankenaustausch zu treten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Die Digitale Republik wird denkbar und machbar.