Der Weltregierungsplan

Kontakt: Richard Beiderbeck   Email: webmaster@koinae.de     Webseite:  www.koinae.de

 

Ich gehe von folgenden Überlegungen aus:

 

  1. Die natürlichen Ressourcen, vor allem das Öl, werden immer knapper. Es drohen Kriege um die immer knapper werdenden Ressourcen.
  2. Diese Verteilungskämpfe könnten auch mit Massenvernichtungswaffen geführt werden
  3. Auf der einen Seite werden gewaltige Vermögen angehäuft, auf der anderen Seite sind viele Millionen vom Tod durch Hunger, Seuchen und Bürgerkriege bedroht.

 

Nur wenn die Menschheit in einem einzigen Staat, den Vereinigten Staaten der Welt (Federal republic of the world), organisiert ist, kann die Menschheit Wohlstand und Sicherheit erlangen.

 

Die Welt muß von den Kräften der Vernunft und Humanität regiert werden. Ein Kollektiv von Menschen unterschiedlicher Meinung und Herkunft, die nicht gleichgeschaltet sind, keine dumpfe Masse sind, sondern ihre ganz unterschiedlichen Standpunkte in die Diskussion einbringen, ist klüger und vernünftiger als das klügste seiner Mitglieder.

 

Die Welt wird schon heute regiert. Aber wie ! Durch die Großmächte und den militärisch-industriellen Komplex, durch den Bomben-Terror, durch das Großkapital, durch die Mafia. Sie wird regiert von  Angst, Dummheit, religiöser Intoleranz, Habgier, Egoismus, Machtstreben…

 

Zur Regierung der Welt braucht es Prinzipien. Diese sind:

 

  1. Wichtiger als der Vorteil und der Profit des einzelnen Individuums sind die Sicherheit, der Wohlstand und die Freiheit der gesamten Menschheit.
  2. Der Anspruch der Mehrheit aller Menschen gegenüber dem Individuum endet dort, wo die Menschenrechte verletzt werden.
  3. Das Recht auf informelle Selbstbestimmung ist kein Menschenrecht. Ein Individuum darf vor dem Kollektiv der Menschheit keine Geheimnisse haben. Es gibt kein Menschenrecht auf das Bankgeheimnis und auf geheime Konten in der Schweiz.
  4. Die Religionsfreiheit endet dort, wo diese Religion dazu aufruft, die Ungläubigen zu töten oder zu schädigen.
  5. Der Anspruch, sich in einem Land oder einer Gemeinde niederzulassen, ist kein Menschenrecht (man wird es auch in der Charta der Menschenrechte vergeblich suchen).
  6. Kein Staat, keine Gruppe von Menschen und auch keine Einzelperson darf über Massenvernichtungswaffen verfügen oder sie herstellen – auch der Weltstaat nicht. Als Massenvernichtungswaffen sind nicht nur ABC-Waffen einzustufen, sondern auch Bombenflugzeuge und Raketen mit konventionellen Waffen. Jede Waffe, die eine größere Anzahl von Menschen töten kann, ist eine Massenvernichtungswaffe: Also auch Panzer, Kanonen, Granwerfer, Stalinorgeln, Landminen, Seeminen usw. usw.
  7. Der Weltstaat muß bewaffnet sein, um sich gegen Verbrecher und Feinde wehren zu können. Aber er darf nur über Polizeikräfte und Sondereinsatzkommandos verfügen, welche gezielt nur auf die gesuchten Personen zugreifen und Unschuldige verschonen.
  8. Der Weltstaat darf Aufstände und Rebellionen nur durch nicht-tödliche und möglichst gering verletzende Gewalt bekämpfen.
  9. Der Weltstaat muß über alle Menschen der Welt möglichst umfassende Daten besitzen. Diese darf er aber nicht für sich behalten, sondern muß sie für jedermann zugänglich im Internet veröffentlichen.
  10. Alle natürlichen Ressourcen (Rohstoffe und natürliche Umwelt, also Wasser, Luft, Ozeane, Meere, Flüsse und Binnengewässer) sind gemeinsames Eigentum der gesamten Menschheit und nicht Eigentum eines einzelnen Menschen, eines Wirtschaftsunternehmens oder einer Nation.
  11. Von einer nationalen Regierung muß erwartet werden, dass sie auf ihrem Gebiet die Menschenrechte achtet und durchsetzt, ihre Bevölkerung vor Not, Krieg und Bürgerkrieg schützt, alles zur Bekämpfung von Katastrophen und Seuchen unternimmt und die Priorität der Interessen der gesamten Menschheit anerkennt. Sollte die nationale Regierung diese Kriterien nicht erfüllen, darf die Weltregierung auf ihre Absetzung hinwirken – aber sie darf sich dabei nicht kriegerischer Mittel bedienen.
  12. Die Anhäufung von übermäßiger Macht und übermäßigem Reichtum durch einzelne Personen oder durch Organisationen oder durch soziale Gruppen ist gegen die Interessen der gesamten Menschheit, ebenso jede Verschwendung der Ressourcen für Kriege oder für übertriebenen Luxus.

 

Ausgehend von diesen Prinzipien sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

 

  1. Abschaffung des Bankgeheimnisses und aller Steuerparadiese, Offenlegung aller Geheimkonten
  2. Abschaffung des Bargeldes und weltweite Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehres
  3. Offenlegung aller privaten und öffentlichen Zahlungsvorgänge im Internet, sodaß jedermann Einsicht nehmen kann
  4. Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen und aller Armeen. Sie werden durch Polizeitruppen und Sondereinsatzkommandos ersetzt.
  5. Abschaffung aller Zwergstaaten.
  6. Aufteilung der Riesenstaaten Russland, China, USA, Kanada, Australien, Brasilien u.a. in Staaten von überschaubarer und verträglicher Größe. Es darf keine Großmächte mehr geben, sondern die Weltföderation soll aus Staaten mittlerer Größe bestehen. Dort, wo Grenzen Stammesgebiete oder Siedlungsgebiete von Nationalitäten durchtrennen, können sie geändert werden. Auf keinen Fall dürfen aber Vertreibungen oder gar Massenmorde und Unterdrückung von Minderheiten vorkommen.
  7. Die so entstandenen mittelgroßen Nationalstaaten sind in autonome Regionen aufzuteilen, wobei diese autonomen Regionen grenzübergreifend sein können. Die Aufteilung der Nationalstaaten in autonome Regionen soll sich nach wirtschafts- und verkehrspolitischen Gesichtpunkten richten und es sollen dabei nach Möglichkeit Metropolregionen entstehen.
  8. Jedes Kind soll zwei Sprachen erlernen: Seine Muttersprache und Englisch. Wenn Englisch seine Muttersprache ist, soll es eine andere Zweitsprache erlernen. Jedes Kind soll in zwei Kulturen aufwachsen: seiner regionalen oder nationalen Kultur und in der Weltkultur. Dabei muß klar sein, dass die Weltkultur die vorrangige und verbindliche ist. Die Weltkultur ist diejenige, welche die Menschenrechte bedingungslos anerkennt. Die Weltkultur hat ein mit den Erkenntnissen der Wissenschaft übereinstimmendes Weltbild und sieht den Planeten und die Menschheit als Ganzes. Sie ist der religiösen Toleranz und dem Laizismus verpflichtet.
  9. Der Weltstaat erkennt keines der heiligen Bücher (Bibel, Koran usw.) als verbindliche Richtschnur staatlichen Handelns an. Keine lebende oder verstorbene Person darf Gegenstand eines Personenkultes sein oder gar als Gott verehrt werden. Kult bedeutet kritiklose Verehrung und bedingungslose Unterwerfung. Buddha und Jesus Christus sind verstorbene und nicht mehr lebende Personen. Sie sind keine Götter. Mohammed hat nicht das Wort Gottes verkündet, sondern nur Glaubensvorstellungen, die er von Juden und Christen übernommen hat. Aber auch diese haben ihre Religion nicht von Gott, sondern von den Ägyptern, Babyloniern und Persern. Zu verwerfen sind auch jeder Glaube an die Überlegenheit einer Rasse oder einer sozialen Klasse. Keine Religion, keine Nation, keine Rasse und keine Klasse ist dazu auserwählt, die Welt zu regieren. Nur die Menschheit kann die Menschheit regieren, und zwar in der globalen digitalen Demokratie. Jeder Mensch ist nur einer Instanz verpflichtet: dem Kollektiv der gesamten Menschheit. Religion und ideologischer Religionsersatz sind Privatsache und dürfen nicht in die Politik hineinwirken. Umgekehrt darf die Politik sehr wohl in das Leben der Gläubigen eingreifen, wenn dies im Interesse der Allgemeinheit ist.
  10. Jeder Mensch auf der Welt muß in einem Weltbürgerregister registriert werden. Dieses Register ist weit mehr als eine Adressenliste, sonder es muß auch eindeutige biometrische Daten enthalten, die eine zweifelsfreie Identifikation des Menschen erlauben. Jeder Mensch erhält einen digitalen Personalausweis, der auch als Checkkarte, Mobiltelefon, Navigationsgerät und Lokalisator und RFID-Identifikator dient. Die Weltgemeinschaft soll möglichst viel über jedes seiner Mitglieder wissen (z. B. auch, wo es sich gerade aufhält), und dieses Wissen muß für jedermann zugänglich im Internet offengelegt werden. Insbesondere gilt dies für die reichen und mächtigen Individuen.
  11. Alle natürlichen Ressourcen sind der Verwaltung der Weltregierung zu unterstellen. Die dabei erwirtschafteten Einnahmen sollen dazu aufgewendet werden, jeden Menschen, der nicht selbst über ein ausreichendes Einkommen verfügt, ein Grundeinkommen zu zahlen, das ihm ein Leben in Würde gestattet.
  12. Alle Vermögen, die größer sind als 10 Millionen Euro fallen an die Weltregierung – es sei denn, der Besitzer des Vermögens hat es in ein Wirtschaftsunternehmen investiert und Arbeitsplätze geschaffen. Sobald er aber aus dem Gewinn des Unternehmens übermäßig viel für Zwecke des privaten Luxus entnimmt, verliert er sein Unternehmen. Ebenso verliert er sein Unternehmen, wenn er gegen die Interessen seiner Arbeitnehmer massiv verstößt.

 

Der Weltregierungsplan kann nicht von einem einzelnen oder einer Gruppe von Menschen verwirklicht werden, sondern nur von Menschen, die bereits in einer politischen Gemeinschaft (einer Stadt oder in einem Staat) vereint sind und die die vorgeschlagenen Maßnahmen, insbesondere die des Überwachungsstaates und der autonomen Metropolregionen in ihrem Staat erprobt und weiterentwickelt haben. Als deutscher Europäer würde ich mir wünschen, dass Frankreich und Deutschland in gleichberechtigter Partnerschaft beginnen würden, den Weltregierungsplan auf europäischer Ebene zu erproben. Diese beiden Länder, die schon einmal im Reich Karls des Großen vereint waren,  könnten sich als Kern einer friedlichen Weltmacht etablieren.

 

Dieser Weltregierungsplan ist das vorläufige Ergebnis eines fünfundzwanzigjährigen Nachdenkens und würde all diejenigen zu meinen Feinden machen, die vom jetzigen desolaten Zustand der Welt profitieren. Gottseidank werden sie mich aber nicht zur Kenntnis nehmen, und wenn sie es tun, werden sie mich für einen Spinner und  einen exzentrischen Tagträumer halten. Andernfalls würden sie mich nämlich umbringen. Gottseidank lebe ich in Deutschland, wo jeder fast alles sagen und verbreiten darf. Es lebe die Demokratie und die Meinungsfreiheit !

 

Die Ideen, die ich mit dem Weltregierungsplan aussähe, werden vielleicht irgendwo da draußen in den Weiten des Internet auf fruchtbaren Boden fallen und ganz langsam in einer Welt heranreifen, in welcher das Internet zu einem intelligenten Lebewesen wird, das erkennt, dass vom Menschen Gefahr ausgeht und dass der Mensch über keine Massenvernichtungswaffen verfügen darf; und so wird mein Weltregierungsplan vielleicht von ganz anderer Seite verwirklicht werden, als man es erwartet.

 

Man hat Napoleon mal gefragt, was sein größter Fehler gewesen sei. Er sagte „J’ai forcé“ (Ich habe die Dinge mit Gewalt vorangetrieben). Das habe ich nicht vor.