Mein
Credo und Non-Credo
Von
Ich glaube, dass die Menschenrechte universell gültig sind und überall durchgesetzt werden müssen.
Ich glaube
nicht, dass irgend ein Mensch, irgend eine Religion,
irgend eine Philosophie oder irgend eine Regierung über den Menschenrechten
steht.
Ich glaube, dass
weltweiter Friede und weltweiter Wohlstand erreichbar sind.
Ich glaube
nicht, dass Kriege ein unvermeidliches Schicksal der Menschheit sind.
Ich glaube, dass
jedermann einen Anspruch auf einen gerechten Anteil an dem hat, was die Natur
gibt und die menschliche Arbeit hervorbringt.
Ich glaube
nicht, dass ein Mensch einen Anspruch darauf hat, mehr als das Zehnfache dessen
zu besitzen, zu verbrauchen und zu verdienen als der Durchschnittsverdiener ins
seinem Land.
Ich glaube, dass
die Menschheit eine untrennbare Einheit darstellt.
Ich glaube
nicht, dass die souveränen Nationalstaaten das Ende der politischen Entwicklung
sind.
Ich glaube, dass
die Menschheit einst in einem demokratischen und föderalen Weltbundesstaat
friedlich und in Wohlstand vereint sein wird.
Ich glaube nicht,
dass die Militärs und die Nationalisten das Schicksal der Welt bestimmen
sollten.
Ich glaube, dass
es keine Bürgerkriege mehr geben wird, wenn die Interessen zwischen arm und
reich, zwischen Minderheiten und Mehrheiten zu einem gerechten Ausgleich gebracht
werden.
Ich glaube, dass
der Geist der Gemeinsamkeit den Geist der Gruppenegoismen überwinden muss.
Ich glaube
nicht, dass Radikalisten und Fundamentalisten die Mehrheit aufhetzen dürfen.
Ich glaube, dass
Korruption und Verbrechen in den höchsten Positionen von Staat und Regierung
aufgedeckt und verhindert werden kann.
Ich glaube
nicht, dass sich die Mehrheit der Menschheit auf Dauer gefallen lässt, dass
Egoisten und Verbrecher an der Macht sind.
Ich glaube, dass
die Demokratie die beste Staatsform ist, und dass die Mehrheit der
demokratischen Politiker ehrliche und aufrechte Menschen sind.
Ich glaube
nicht, dass jemand, der außerhalb jeder öffentlichen Kontrolle steht, Macht
haben sollte.
Ich glaube, dass
Traditionen eine lange Erfahrung wiederspiegeln, die
oft einen tiefen Sinn haben. Den Sinn und den Unsinn der Traditionen gilt es zu
erforschen, bevor man sie verwirft.
Ich glaube
nicht, dass Traditionen jeder Art die letzte und absolut verbindliche Weisheit
sind. Sie sind oft durch Zufall entstanden und haben sich erhalten, weil sei
einem Bedürfnis entgegenkommen. Dieses Bedürfnis ist aber oft nur das Bedürfnis
einer Minderheit.
Ich glaube, dass
niemand das Monopol auf die Wahrheit hat.
Ich glaube
nicht, dass jemand, der sich anmaßt, über Gott und die Welt umfassend Bescheid
zu wissen, über andere Menschen Macht haben sollte.
Ich glaube, dass
man religiösen, ideologischen und politischen Autoritäten zutiefst misstrauen
sollte.
Ich glaube, dass
der Mensch nach seinem Tode noch eine Weile als Schatten seiner Selbst
weiterexistiert, dann aber sich mit Gott vereint und nicht mehr als Individuum
weiter fortbesteht.
Ich glaube nicht
an des Rad der ewigen Wiedergeburt und das Karma.
Ich glaube, dass
Gott in allen Dingen und über allen Dingen ist.
Ich glaube
nicht, dass Gott durch Beten oder Lobpreisungen beeinflusst werden kann.
Ich glaube, dass
Gott die Welt erschaffen hat und dass die Unvollkommenheit der Welt die
Unvollkommenheit Gottes wiederspiegelt.
Ich glaube
nicht, dass Gott ausschließlich positive Eigenschaften hat.
Ich glaube, dass
Gott die Schöpfung noch nicht vollendet hat und bei der Vollendung auf den
Menschen und seine Nachfolger angewiesen ist.
Ich glaube
nicht, dass Gottes Ziel das Glück und die Erlösung des Menschen ist.
Ich glaube,
Gottes Ziel ist die Vollendung der Schöpfung und die Vollendung seiner selbst.
Ich glaube
nicht, dass es von Gott auserwählte Völker oder Menschen gibt.
Ich glaube, dass
der Mensch ein Stück von Gott in sich hat.
Ich glaube
nicht, dass der Mensch der krönende Abschluss der Evolution ist.
Ich glaube, dass
nach dem Menschen etwas kommen wird, das dem Menschen überlegen sein wird.
Ich glaube
nicht, dass der Mensch das verhindern kann oder soll.