Die digitale Republik
Von Richard Beiderbeck, www.koinae.de Email: webmaster@koinae.de
Für die Zukunft
ist eine Demokratie denkbar, an der alle durch elektronische Abstimmungen teil
haben – und zwar nicht nur alle paar Jahre, sondern kontinuierlich.
Der heutige parlamentarische Demokratie
entstand zur Zeit der Postkutschen, und genauso veraltet ist sie. Man setzt
immer Parlamentarismus und Demokratie gleich – als wären keine anderen Formen
der Demokratie denkbar.
Wir haben eine Demokratie, in der Abgeordnete
im Namen, aber oft nicht zum Nutzen des Volkes entscheiden. Eine Demokratie, in
der die Abgeordneten von Lobbyisten gekauft und beeinflusst sind. Das ist alles
ganz legal, weil die Bestechung durch Aufsichtsratsposten, Beraterverträge und
viel andere Vergünstigungen und Versprechungen nicht strafbar ist, sondern in
vollem Einklang mit den Gesetzen steht. Wo es kein Gesetz gibt, gibt es auch
keine Verbrecher. Aber warum sollten die Parlamentarier Gesetze gegen sich
selbst machen – das wäre doch gegen die menschliche Natur.
Die Parteien sind von Spendern und
Geldgebern abhängig, und diese Spenden sind meist sogar legal. Und der ganze
Staat ist von der Finanzwelt abhängig, weil er so viele Schulden hat, dass er
sie niemals zurückzahlen kann. Der Staat hat sich durch das Finanzkapital in
die Schuldknechtschaft bringen lassen, er muß seine Schulden bedienen, indem er
das Volksvermögen dem Finanzkapital übereignet: Post und Bahn werden börsennotierte
Unternehmen, ihre wertvollen Grundstücke und Immobilien werden verkauft und
landen in den Händen von Investoren und Kapitalgesellschaften. Die Löhne und
die Renten werden immer mehr gedrückt – die Gewinne streichen die „Heuschrecken“
ein. Die Jugend wird durch Fernsehen und seichte Unterhaltung ruhiggestellt und verblödet.
Misstrauen, Resignation und Wut haben
den kritisch denkenden Teil der Bevölkerung ergriffen, weil sie merken, dass
sie immer die Verlierer sind. Die Politiker sind im Grunde schon lange
entmachtet oder willfährige Helfer des großen Geldes und der großen Gier.
Vor dem Hintergrund dieser
Unzufriedenheit mit der parlamentarischen Demokratie schlage ich als ersten
Schritt vor, diese durch Volksentscheide auf Bundesebene zu ergänzen. Es hat
sich wissenschaftlich nachprüfbar
erwiesen, dass eine Entscheidung umso besser ist, je größer und vielfältiger
ein Kollektiv ist, welches die
Entscheidung trifft (Siehe das Buch: „Die Weisheit der Vielen“ von James
Surowiecki).
Das Volk ist nicht Herr im eigenen Haus
Das Haus des Volkes ist das Parlament – und
in einem erweiterten Sinne das ganze Land. Parlament und Land sind von der
feudal lebenden und denkenden Gruppe der Kapitalbesitzer und Finanzjongleure
gekauft und in Schuldknechtschaft gebracht. Der freie Bürger und sein Staat
sind in den Händen der Geldgeber.
In allen Staaten der Welt wird die Mehrheit von
einer Minderheit dominiert - entweder
durch die nackte Gewalt, verbunden mit Korruption und Betrug, oder durch das
durch Gesetz und Demokratie geschützte Finanzkapital. Sie sagen Demokratie und
Rechtsstaat, aber sie meinen Schutz ihres Geldes vor einem Unrechtsregime. Um
Mitbestimmung des Volkes geht es ihnen nicht.
Die Freie Marktwirtschaft und das System der
Banken und Börsen führt zwangsläufig dazu, dass einige Wenige gewaltige Werte
anhäufen und damit zur entscheidenden gesellschaftlichen Kraft werden, die sich
geschickt der Kontrolle durch das Volk entzieht.
Es geht darum, die Macht in die Hände der
Mehrheit zu legen. Maßstab jeder Politik muß das Glück, der Nutzen und die
Sicherheit der Mehrheit sein – und nicht der Nutzen einer kleinen Minderheit.
Es geht
darum, zu verhindern, dass das Volksvermögen und wertvolle Ressourcen für Ihren
maßlosen Luxus verschwendet wird.
Nehme ich hier nicht die gleiche Position ein
wie „Die Linke“ ?
Nach diesen
Worten könnte der Eindruck entstehen, ich vertrete die gleichen Positionen wie die
Partei „Die Linke“. Aber von der Linken bin ich durch Welten getrennt.
Ein
Unterschied zur Linken ist, dass ich zur Frage der ausländischen Minderheiten
und der multikulturellen Gesellschaft
ganz entgegengesetzte Positionen einnehme: ich bin der Ansicht, dass der
Import von Arbeitskräften, der in den sechziger Jahren begann, vor allem den
Arbeitgebern und den Besitzern von Immobilien Vorteile Verschaffte, während sie
dem deutschen Volk Nachteile brachte. Die linken Gruppierungen und Parteien,
welche auch heute noch dafür plädieren, dass immer mehr Fremde nach Deutschland
kommen, dass diese immer mehr Zuwendungen und Hilfen erhalten, und dass auf
ihre kulturellen und religiösen Eigenarten Rücksicht genommen werden muß, sind nützliche Idioten, die sich in den
Dienst der Kapitalisten stellen.
Jeder
Fremdarbeiter, der nach Deutschland kam, drückte die Löhne und Akkorde der
deutschen Arbeiter. Jeder Fremde, der zu uns kam, erhöhte die Nachfrage nach
Wohnungen und trieb die Mieten in die Höhe. Jeder Fremdarbeiter, der bereit
war, unter gesundheitsschädlichen Bedingungen zu arbeiten, enthob den
Arbeitgeber der Notwendigkeit, für einen menschenfreundlichen Arbeitsplatz und
für Automatisierung und Arbeitserleichterung zu sorgen.
Mit den
Fremdarbeitern kamen ihre Familien, und die Nachfrage nach Medizin, Bildung,
öffentlichen Transport und sozialen Einrichtungen stieg. Den Nutzen von den Fremden
hatten die Unternehmer, die Lasten trug der Steuerzahler.
All dies
wurde von der Linken (und den Grünen) geflissentlich verschwiegen, sondern man
war und ist sehr großzügig gegenüber den Fremden - auf Kosten der deutschen
Mehrheit.
Vertrete ich hier nicht die gleichen
Positionen wie die Rechtsradikalen ?
Nach diesen
Worten könnte der Eindruck entstehen, ich vertrete die gleichen Positionen wie
die Partei „Die Republikaner“ oder gar die NPD. Aber von den Rechtsradikalen bin
ich sehr, sehr weit entfernt.
Der Unterschied zu den Rechtsradikalen ist,
dass ich
-
den
Holokaust nicht leugne, sondern will, dass Deutschland diesen Makel seiner
Geschichte kompensiert und überkompensiert. Dabei ist aber klar, dass eine Wiedergutmachung nicht darin bestehen kann,
dass unser Staat astronomische Geldsummen zahlt (die er nicht hat), sondern
dass für jedes Menschenleben, das Deutschland auf dem Gewissen hat, zwei
Menschenleben gerettet werden sollen (z. B. durch den Kampf gegen Hunger,
Seuchen und Kriege).
-
Jede
Art von Militarismus und jede Art von Gewalt ablehne, außer sie bewegt sich im
Rahmen des Rechtsstaates
-
Jede
Art von Rassismus und Rassendiskriminierung zurückweise und für
Völkerverständigung und für die Europäische Union eintrete
-
In
Adolf Hitler einen Feind und Schädiger des Deutschen Volkes sehe
-
Nicht
an die Überlegenheit irgendeiner Rasse glaube
Worin ich mich von
CDU/CSU, SPD, FDP und den Grünen unterscheide
Wenn ich
also weder links- noch rechtsradikal bin, so könnte man vielleicht meinen,
ich sei ein Anhänger großen
Volksparteien aus der Mitte des politischen Spektrums. Aber auch dies stimmt
nicht, denn:
-
Ich
glaube, dass der Deutsche Bundestag von der Lobby der Industrie, des Kapitals,
der Kirchen und der Interessenverbände gesteuert wird und dass Parlament und
Regierung nicht für, sondern gegen das Volk regieren. Mit Sorge registriere ich,
daß CDU und SPD den Ausverkauf deutschen
Volkseigentums (Post, Bahn, Staatsbetriebe, staatliche Grundstücke usw.) betrieben
und die Sozialkassen für zweckfremde Aufgaben geplündert haben. Ich will den gläsernen Abgeordneten, das
gläserne Regierungsmitglied und den gläsernen Konzernchef, dessen gesamten
Vermögensverhältnisse und alle Zuwendungen, die er erhält, im Internet
veröffentlicht werden.
-
Ich
glaube, dass alle Versuche, den Staatshaushalt durch Einsparungen zu sanieren,
nur den Kapitalgebern, nicht aber dem Deutschen Volk nützen. Ich fordere deshalb, dass sich der Deutsche
Staat aus seiner Zinsknechtschaft befreit und ab sofort die Zahlungen für Zins
und Tilgung seiner Kredite einstellt und endlich seine schon seit vielen Jahren
bestehende Zahlungsunfähigkeit eingesteht, statt einen ins Unermessliche
anwachsenden Schuldenberg aufzutürmen. Kleinanleger sind für den Verlust Ihrer
Zinspapiere zu entschädigen.
-
Ich
bin für den schnellstmöglichen Ausstieg
aus der Atomkraft
-
Ich
will, daß Deutschland aus der Nato austritt und sich für neutral erklärt
Wirtschafts- und Finanzpolitik
- Ich wünsche mir, wie oben
schon erwähnt, dass der Finanzminister sofort die Schulden- und
Zinszahlungen einstellt.
- Im Grundgesetz muß
festgeschrieben werden, dass sich der Staat nicht verschulden darf, weil
er dadurch seine Souveränität verliert, sondern in Abhängigkeit von den
Kreditgebern gerät.
- Die Aufnahme von
Konsumentenkrediten muß verboten werden.
- Das Verlangen und
Eintreiben von Wucherzinsen ist illegal.
- Der Kauf und Vertrieb von
Aktienoptionen, Finanzderivaten und Hedgefonds sind zu verbieten. Wer
Aktien oder Wertpapierfonds erwirbt, muß seine Anteile mindestens drei
Jahre behalten. Die Aktie dient der Geldanlage, nicht der Spekulation
- Es dürfen keine
Privatkredite zu Wucherzinsen gewährt oder vermittelt werden
- Betrüger, die ihre Kunden
durch falsche Versprechungen täuschen und um ihr Geld bringen, sind von
Staats wegen öffentlich anzuprangern und zu überwachen. Auch wenn diese
Betrüger formal gegen kein Gesetz verstoßen, wird sich irgend etwas
finden, wo sie gegen gesetzlichen Normen verstoßen, den jeder Mensch
verstößt gegen irgendwelche Normen, und sei es nur im Straßenverkehr. Die
Betrüger müssen spüren, dass das Auge des Staates auf sie gerichtet ist,
und dass ihnen das Handwerk gelegt wird.
- Ich will die kollektive
Planwirtschaft. Der Neoliberalismus verkündet, dass die Kräfte des Freien
Marktes letztendlich zu Wohlstand für alle führen wird. Die Realität
belehrt aber darüber, dass in der Freien Marktwirtschaft die aggressiven
und unmoralisch handelnden Unternehmer die ehrlichen und sozial denkenden
Unternehmer verdrängen. Hinzu kommt, dass die Großunternehmen die kleinen
Unternehmen ruinieren oder schlucken. In der kollektiven Plan0wirtschaft beobachtet das Kollektiv der Bürger das
Geschäftsgebaren der Händler und Unternehmer und bestraft diejenigen,
welche versuchen, sich auf Kosten anderer Marktteilnehmer und der
Konsumenten zu bereichern. Möglich wird diese Kontrolle und die
Anprangerung der Schwarzen Schafe durch das Internet. Die Lobby
derjenigen, die über ihre Einkünfte keine Rechenschaft ablegen wollen,
bringt immer wieder das Argument des Datenschutzes und der informellen
Selbstbestimmung. Aber dies dient nur den Zielen der Steuerhinterzieher,
nicht der Bevölkerungsmehrheit. Es werden Ängste vor einem totalitären
Überwachungsstaat geschürt. Aber ein totalitärer Staat entsteht durch die
Anwendung von Gewalt, und wer im diktatorischen Besitz der Staatsmacht
ist, wird sich nicht mehr um die informelle Selbstbestimmung des Bürgers
scheren. Der Bürger schützt sich am besten gegen die Feinde seiner
Freiheit, indem er jedermann zwingt, sein Leben und seine Einkünfte im
Internet, also vor dem Kollektiv, offenzulegen. Der Datenschutz dient den
Feinden der Freiheit (z. B. radikalen Organisationen und Terroristen und
Sympathisanten von Terrorgruppen) mehr als dem Bürger. Die Einkommens- und
Vermögensverhältnisse des normalen Arbeiters und Angestellten sind ohnehin
leicht zu durchschauen. Wer brav
seine Lohnsteuer zahlt und keine großen Geldbeträge einnimmt, hat gar
nicht die Möglichkeit, sein Geld ins Ausland zu bringen.
- Ich trete für eine
radikale Vereinfachung des Steuerechtes ein, auch auf die Gefahr hin, dass
80 000 Steuerberater arbeitslos werden. Darüber hinaus soll die Zahl der
Gesetze und Verordnungen drastisch verringert werden, indem den
Parlamenten und den Behörden auferlegt wird, für jedes neu erlassene
Gesetz bzw. Verordnung mindestens eine alte Verordnung zu streichen.
Bisher sehen die Parlamente und Behörden ihre Aufgabe darin, immer neue
Gesetzte zu erlassen. Sie glauben, dafür seien sie schließlich da. Aber
genauso ist es ihre Aufgabe, alte und überflüssige Gesetze zu streichen.
- Ich trete für eine
radikale Streichung aller Subventionen ein. Die meisten Subventionen
werden immer weiter gezahlt, weil eine Interessenlobby ihre Streichung
verhindert.
Die Innenpolitik
- Der wichtigste Punkt der Innenpolitik
ist der Ersatz des Bundesnachrichtendienstes durch den
Bundesinformationsdienst. Während der BND geheime Dossiers für die
Bundesregierung produziert, die unter Umständen nur der Kanzler persönlich
lesen darf, veröffentlicht der Bundesinformationsdienst alle seine
Erkenntnisse auf seiner Webseite im Internet.
- Gegenstand der
Nachforschungen und Veröffentlichung durch den Bundesnachrichtendienst
sind:
-
Die
Einkünfte und privaten Ausgaben aller Parlaments- und Regierungsmitglieder auf
Landes- und Bundesebene
-
Die
Einkünfte und privaten Ausgaben aller Besserverdienenden ab einer Grenze von
Hunderttausend Euro pro Jahr
-
Die
Aktivitäten, Einkünfte und privaten Ausgaben von Betrügern, Mitgliedern von
Verbrecher- und Terrororganisationen, auch wenn diese nicht überführt werden
können oder sich formal an geltendes Recht halten. Ermöglicht soll dies durch
die Abschaffung des
Bankgeheimnisses
werden.
-
Die
Verschwendung von Steuergeldern und die private Verschwendung (auch von angeblich
rechtmäßig erworbenem Geld) für exzessives Reisen, energieverschwendende
Automobile, Jachten, Privatflugzeuge, den Besitz von mehr als zwei Wohnsitzen,
das Betreiben großer Häuser und Haushalte, der exzessive Erwerb und Gebrauch
von Luxusgütern usw.
-
Die
öffentliche Meinung muss in dem Sinne beeinflusst werden, dass es nicht mehr
„sexy“ und „chic“ ist, einen verschwenderischen Lebensstil zu pflegen. Vielmehr
muss das Bewusstsein geweckt werden, dass jeder verschwendete Euro einem armen Menschen zum
Leben und Überleben fehlt, dass also jede exzessive Verschwendung Mord und Diebstahl an
der Menschheit ist. Es ist darzulegen, dass der Überfluss der einen in direktem Zusammenhang mit
der Not der anderen steht. Dies ist in einer Zeit der immer knapper werdenden Ressourcen
ein Gebot der Stunde, wenn es nicht zu Verteilungskriegen und Hungerrevolten
kommen soll.
- Ein weiterer wichtiger
Punkt ist die flächendeckende
Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Jede Zahlung soll registriert und dem Bundesinformationsdienst
zugänglich gemacht werden.
- Ich will, dass jedermann,
der sich auf dem Territorium der Bundesrepublik befindet, sei es als
deutscher Bürger, oder sei es als Tourist, Student, Gastarbeiter,
Einwanderer oder was auch immer, mit einem persönlichen Ausweis und einem
persönlichen Identifikationscode ausgestattet wird. Dieser Ausweis soll in
einem Speicherchip bestehen, der jederzeit mit sich geführt werden soll.
Auf diesem Speicherchip sollen alle verfügbaren Daten über die Person
gespeichert sein, auch biometrische Identifikationsmerkmale. Dieser Chip
soll mit einer Art Handy kombiniert sein. Diese Handy soll mit einem
Globalen Positionierungssystem (GPS) ausgerüstet sein und gleichzeitig als
Check-Karte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr sein.
- Ich will, dass alle diese
Daten und Informationen, die mit Hilfe dieses „Identifikations- und
Positionierungs-Handy“ und der gesamte dadurch abgewickelte
Zahlungsverkehr über den Bundesinformationsdienst laufen und dass dieser
alle Daten und Erkenntnisse für jedermann abrufbar ins Internet stellt.
Anständige Bürger haben nichts zu verbergen, sondern nur Verbrecher.
- Ich bin davon überzeugt,
dass diese Maßnahmen dazu führen werden, dass die Zahl der in Deutschland
verübten Verbrechen, aber auch der Justizirrtümer, auf ein Minimum
beschränkt werden. Die Unschuldigen werden ein Alibi haben und die
Schuldigen werden identifiziert werden.
- Das Käuferverhalten der
Bürger, überhaupt ihre wirtschaftlichen Aktionen werden offengelegt.
Dasselbe versuchen Handel und Industrie schon längere Zeit durch ihre
Payback-Karten zu erreichen. Die Wirtschaft wird auf das Verhalten der
Konsumenten besser reagieren können und es wird verhindert, dass Ladenhüter
produziert werden. Die Wirtschaft wird effizienter produzieren und die
Wünsche der Konsumenten besser befriedigen können.
- Die Verkehrsplaner und die
Planer öffentlicher Investitionen werden sich ein deutliches Bild davon
machen können, wo Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Wohnungen, Schulen
und Gewerbebetriebe gebaut werden müssen. Zur Zeit wissen die deutschen
Städte und Gemeinden ja noch nicht einmal, wie viel Einwohner (auch
illegale) sie haben.
- Ich bin mir bewusst, dass
der von ihr geforderte Bundesinformationsdienst eine Schlüsselposition in
Politik und Gesellschaft einnehmen wird. Naturgemäß wird es zwischen ihm
und dem Parlament und der Regierung eine Feindschaft und Rivalität geben,
und jede Seite wird versuchen, die andere unter Kontrolle zu bekommen.
Aber das ist gut so, denn beide Seiten sollen sich gegenseitig
kontrollieren, und alle beide sollen sie alle ihre Aktivitäten und
Geheimnisse vor dem Bürger offen legen. Grundsätzlich soll der der Bürger
das Recht haben, alles, was der Bundesinformationsdienst weiß, auf dessen
Internetseite nachzulesen. Die Aufgabe von Parlament und Regierung wird
sein, zu verhindern, dass der Bundesinformationsdienst sein Wissen und
seine Macht missbraucht. Dazu gehört auch, dass jedermann, der für den
Bundesinformationsdienst tätig ist, ein „gläserner Mensch“ sein muß,
dessen private und dienstliche Handlungen für jedermann sichtbar sein
müssen.
- Die soziale Marktwirtschaft
muß in eine kollektive Planwirtschaft übergehen, die aber nicht
von der Regierung, sondern dem Kollektiv der Mehrheit gesteuert wird. Das
Kollektiv der Mehrheit muß entscheiden, für welche Produkte und
Dienstleistungen die Ressourcen aufgewendet werden solle, nämlich z. B. für Krankenhäuser, Schulen und
Kindergärten und nicht für energiefressende Luxusautos, Jachten,
Privatflugzeuge, für überteuerte Immobilien usw. Bisher entscheiden die
Reichen, dass ein großer Teil der Ressourcen und des Volkseinkommens für ihren
Luxus und Komfort verschwendet wird. Das soll durch die kollektive
Planwirtschaft und die Herrschaft der Mehrheit verhindert werden, denn die
zunehmende Verarmung weiter Bevölkerungskreise in unserem Land steht in
einem unmittelbaren Zusammenhang zur maßlosen Verschwendungssucht der
profitierenden Klasse.
Arbeits- und Beschäftigungspolitik
1.
Jedermann, der sich auf Dauer in Deutschland aufhält und
die öffentlichen Straßen, die öffentlichen Einrichtungen benutzt oder die
öffentliche Gelder in irgend einer Form verbraucht, soll arbeiten bzw. dafür
zahlen – es sei denn, er ist Rentner oder arbeitsunfähig. Jeder Deutsche soll
also das Recht, aber auch die Pflicht zur Arbeit haben. Der Staat muß für die
Arbeitsplätze sorgen bzw. die Privatbetriebe zur Einstellung von Arbeitskräften
zwingen können. Der Staat soll die Macht haben, notfalls einen Betrieb oder
einen Konzern daran zu hindern,
Arbeitskräfte zu entlassen und Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.
Die freie Marktwirtschaft endet dort, wo Interessen der Mehrzahl der Bürger
missachtet werden. Eigentum verpflichtet zu sozialem Verhalten.
2.
Asylanten und alle, denen Deutschland das Gastrecht und
soziale oder sonstige Hilfe gewährt, sind verpflichtet, zu arbeiten oder die
durch ihren Daueraufenthalt entstehenden Kosten dem deutschen Steuerzahler
zurückzuerstatten – es sei denn, sie halten sich zum Zwecke des Studiums oder
sonstiger anerkannter Gründe wegen in Deutschland auf.
3.
Grundsätzlich hat niemand dem Deutschen Staat gegenüber
das Recht auf Asyl. Das Asylrecht ist das Recht des Deutschen Staates, Bürgern
anderer Staaten Asyl zu gewähren, auch wenn diese andern Staaten dies
missbilligen. Das Asylrecht ist als Ausdruck der deutschen Souveränität. Es gibt aber kein Anrecht
ausländischer Bürger gegenüber dem Deutschen Staat, ihnen Asyl zu gewähren.
4.
In den Genuß deutscher Sozialleistungen darf nur kommen,
wer in die deutschen Sozialkassen einbezahlt hat oder deutscher Staatsbürger
ist- es sei denn, der deutsche Staat billigt ihm einen Sonderstatus z. B. als
Student , als Asylant oder als „nützlicher Ausländer“ zu. Dabei ist der Status
unnützlicher Ausländer nicht als Diskriminierung zu werten, sondern jeder
Mensch und auch jeder Staat darf zwischen denen unterscheiden, die ihm nützen, und
denen, die nur profitieren wollen, ohne entsprechende Gegenleistungen zu
erbringen. Deutscher Staatsbürger kann nur sein, wer neben der deutschen
Staatsbürgerschaft nicht gleichzeitig eine andere Staatsbürgerschaft besitzt.
Die Sicherheitspolitik
- Ich trete für die Abschaffung der Bundeswehr und
aller militärischen Massenvernichtungswaffen ein. Als Massenvernichtungswaffen werte ich nicht
nur ABC-Waffen, sondern auch Bombenflugzeuge, Kanonen, Granatwerfer und
sogar Maschinengewehre. Die Bundeswehr soll durch eine Anzahl von ca. 250 Freiwilligenkommandos nach dem
Vorbild der GSG-9 ersetzt werden. Jedes dieser Kommandoeinheiten soll etwa
20 Kämpfer umfassen, sodaß die gesamte Nachfolgeorganisation der
Bundeswehr nur etwa 500 hochqualifizierte und hochmotivierte Polizisten
(nicht Soldaten !) umfasst. Die Aufgabe dieser Truppe soll es sein, alle
Feinde Deutschlands im In- und Ausland durch gezielte Aktionen unter
möglichst geringer Anwendung von Gewalt, notfalls aber auch durch einen gezielten
Tötungsschuss unschädlich zu machen. Das Ziel dieser Truppe soll sein, die
Terroristen oder die Verbrecher gegen die Menschenrechte oder auch
schlichtweg Verrückte zu ergreifen und vor ein Gericht oder in die
Irrenanstalt zu bringen. Nur der
Staat darf sich legitim nennen, der seine Bürger vor fremder Gewalt
schützt. Aber dies kann nicht so geschehen wie im Irakkrieg, dass die
Zivilbevölkerung bombardiert wird. Die Gewaltanwendung muß sich sehr viel präziser
gegen die wahren Schuldigen richten. Diese deutsche Verteidigungs-Truppe wird auch die Aufgabe haben,
jeden Staatsmann und alle seine Helfershelfer, der einen Angriff auf
Deutschland befielt, persönlich zur Rechenschaft zu ziehen. Jeder, der gegen Deutschland einen
Angriffskrieg oder Terrorkrieg führt, muß wissen, dass er der gerechten
Strafe nicht entkommen kann.
- Daß es die USA es nicht
geschafft haben, Osama bin Laden zur Rechenschaft zu ziehen, zeigt, dass
ihr ganzes Militärpotential nutzlos ist und nur dazu dient, den
militärisch-industriellen Komplex zu mästen – auf Kosten des Volkes. Die
Verteidigungsdoktrin des USA ist völlig veraltet. Und ebenso gilt dies für
die NATO und die heutige Bundeswehr. In der heutigen hochtechnisierten urbanen
Welt, die wirtschaftlich eng verflochten ist, kann man keine Bombenkriege
mehr führen. Die
zivilisierte Welt ist überaus verwundbar geworden. Wir können von Glück reden, dass den
moslemischen Gotteskriegern das technische Verständnis und die technischen
Mittel fehlen, unsere Computernetze, Stromnetze, Wasserversorgung und
Verkehrsnetze lahm zu legen. Eine moderne Industrienation kann keinen
konventionellen Krieg mehr führen, weil ihre Infrastruktur leicht zum
Zusammenbruch gebracht werden kann. Ein zivilisiertes Land muß alles daran setzen, jedes
potentiell gefährliche Individuum rechtzeitig zu erkennen und unschädlich
zu machen. Das kann nur der
computergestützte Überwachungsstaat. Und dort werden wir auch landen –
hoffentlich nicht erst durch eine Katastrophe, sondern durch vorherige
Einsicht.
Die
Außenpolitik
1.
Die Außenpolitik,
welche die Kanzler der BRD seit Adenauer verfolgt haben, hätte kaum jemand
besser machen können. Von dieser Linie abzuweichen macht keinen Sinn. Eckpunkte
dieser Politik sind: Die Freundschaft
und der Friede mit allen Völkern der Welt, besonders aber mit den USA,
Frankreich, England, Polen und Russland. Von Deutschland darf nie wieder Krieg
ausgehen.
2.
Die Europäische
Integration muß weitergeführt werden, denn trotz aller Fehler und Schwächen
bringt die Europäische Union für
Deutschland weit mehr Nutzen und Chancen als Nachteile und Risiken.
3.
Die Frage der im
Ersten und Zweiten Weltkrieg verlorenen Provinzen hat sich mit dem Fall der
innereuropäischen Grenzen und dem Entstehen eines Europäischen Bundesstaates
erledigt.
4.
Was immer
Deutschland erreichen will, es kann es nie
ohne die feste und verlässliche Partnerschaft Frankreichs erreichen, und
umgekehrt gilt das gleiche.
5.
Was immer
Deutschland erreichen will, es kann nichts ohne und gegen die USA erreichen. In
vielen Dingen sind Deutsche und US-Amerikaner
so ähnlich, dass es keine kulturellen Barrieren gibt. Die USA sollten
auf Grund ihrer kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Verbundenheit und
der gemeinsamen englischen Sprache (immer mehr Deutsche sprechen Englisch) der
nächste große Beitrittskandidat zur Europäischen Union sein, die dann freilich
einen anderen Namen bekommen müsste. Nicht die Türkei, sondern die USA sollen
der nächste große Mitgliedsstaat der EU werden. Dazu muss aber die Supermacht
USA auf ein Normalmaß schrumpfen. Aber diese Sache ist ja dank des Irakkrieges
und des „Imperial Overstretch“, der gerade die USA in den wirtschaftlichen Ruin
treibt, auf einem guten Weg.
6.
Was immer
Deutschland in östliche und südöstliche Richtung unternehmen will, es kann dies
nicht ohne oder gegen Russland tun.
Russland schaut nach Deutschland und sieht in Deutschland den
zukünftigen Partner. Russland setzt große Hoffnungen auf eine Freundschaft mit
Deutschland und wir sollte diese Hoffnungen nicht enttäuschen, sondern auf
lange Sicht darauf hinarbeiten, dass Russland ein Teil der Europäischen Union
wird, die dann vielleicht schon Teil einer europäisch-amerikanischen Union ist.
7.
Was immer
Deutschland unternimmt und erreichen will, es kann und darf dies nicht ohne und
gegen seine kleineren Nachbarn Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und
Luxemburg tun. Diese Länder waren einst Teil des Heiligen römischen Reiches deutscher
Nation und sind nach wie vor wirtschaftlich, politische und kulturell eng mit
Deutschland verbunden. Diese kleineren Nachbarn müssen als gleichberechtigte
Partner in die Deutsche Außen- ,Wirtschaftspolitik und sogar Innenpolitik
einbezogen werden.
Die Digitale Repuplik
- konkret
1.
Jeder Deutsche
erhält einen eindeutige Folge von Zeichen, einen Namen, den er uns sonst
niemand hat. Dieser Name (oder Code)
könnte bei mir z. B. heißen:
„Richard-Egmont-Beiderbeck-8Nov1947-Postleitzahl-Geburtsort-Namen der Eltern“.
Wichtig ist, dass kein Mensch auf der Welt den gleichen Namenscode hat. Damit
wären dann schon viele Missverständnisse und Irrtümer aus der Welt geschafft.
2.
Das Bargeld wird
abgeschafft, es wird nur noch bargeldlos bezahlt.
3.
Bei jeder
kaufmännischen oder behördlichen Interaktion wird dieser persönliche Namenscode
angegeben und anhand biometrischer Daten überprüft, ob derjenige, der diesen
Namenscode verwendet, tatsächlich die fragliche Person ist. Niemand darf z. B.
zum Internet Zugang haben, der sich nicht zweifelsfrei identifiziert hat. Niemand
darf etwas kaufen oder verkaufen oder irgendwelche Geschäfte abwickelt, wenn er
sich nicht zweifelsfrei identifiziert hat. Bei jeder Interaktion muß genau die
Zeit und der Ort registriert werden, wo sich die Partner befinden. Ein
kaufmännische Interaktion ist z. B. auch die Benutzung eines öffentlichen
Verkehrsmittels. Man wird also wissen, wer wo was gekauft oder verkauft hat,
mit welchen Verkehrsmitteln er wann wo gefahren ist usw. Diese Daten müssen
gespeichert und für jedermann im Internet abrufbar sein. Es geht nämlich nicht
darum, dass der Staat oder eine Behörde den Bürger kontrollieren, sondern das
Kollektiv der Bürger soll jeden kontrollieren können, der sich in den Grenzen
des Staatsgebietes aufhält. Auf lange Sicht soll diese Kontrolle auch jenseits
der deutschen Grenze möglich sein.
4.
Der digitale
Namenscode ist auf einem elektronischen Personalausweis gespeichert. Dieser
Personalausweis ist im Prinzip ein USB-Stick, der eine Vielzahl von
zusätzlichen Funktionen hat. Er dient auch als Krankenversicherungskarte und
als Payback-Karte und als Eurocheck-Karte. Er ist mit einem RFID-Chip
ausgerüstet, der der Tür eines jeden Verkehrsmittels oder Gebäudes meldet, wer
gerade hereingekommen ist bzw. hinausgegangen ist. Es wird also nachvollziehbar
sein, wer sich wann in einem Flugzeug oder in einem Haus aufgehalten hat.
5.
Der elektronische
Personalausweis ist auch gekoppelt mit einem Handy und einem GPS-System. Sobald
das Handy angerufen oder das Handy für einen Anruf benutzt wird, kann
registriert werden, wo sich die Person aufhält. Eine Person kann also jederzeit
geortet und identifiziert werden, und sein Aufenthalt kann jederzeit von
jedermann durch das Internet erfahren werden. Dadurch hat das Kollektiv
jederzeit Kontrolle über alle seine Individuen. Warum ? Weil das Individuum
gefährlich ist, nicht das Kollektiv. Besonders gefährlich ist das Individuum,
wenn es reich und mächtig ist und über große staatliche oder finanzielle Macht
verfügt. Gefährlich ist das Individuum auch, wenn es kranke Ideen in sich
trägt, oder ein Verbrecher oder ein Verrückter ist. Katastrophal wird es, wenn
das Individuum gleichzeitig mächtig, kriminell und verrückt ist. Deshalb muß
das Kollektiv besonders die Reichen und Mächtigen kontrollieren und in jedem
Individuum einen potentiellen Verbrecher oder Verrückten sehen. Das ist die
Lehre, welche die menschliche Gesellschaft aus den Verbrechen Hitlers, Stalins
und Mao Tse Tung’s ziehen muß – je früher, umso besser.
6.
Die digitale
Republik wird ein Staat fast ohne Bürokratie, fast ohne Verbrechen und fast
ohne Not und Armut sein.
7.
Die Bürokratie wird nicht von
Ämtern und Menschen ausgeführt werden, sondern von vernetzten Computern und von
Programmen, die auf ihnen ablaufen.
Die Daten, die sie verwenden, und die Ergebnisse der Programme werden dem
Kollektiv der Bürger jederzeit sichtbar und überprüfbar sein: nämlich wer was
bekommt und warum, wer wo wohnt und was er verdient und was er wofür ausgibt.
8.
Jede
althergebrachte Bürokratie ist mit vier Dingen beschäftigt: 1. Geld einzutreiben
und zu kontrollieren, ob jeder auch zahlt. 2. Darüber zu entscheiden, an wen
und zu welchem Zweck das eingetriebene Geld wieder verteilt werden soll. 3.
Nachzuprüfen, ob die Empfänger der staatlichen Zuwendungen tatsächlich einen
Anspruch haben und ob sie das Geld tatsächlich erhalten haben. Und 4. ist jede
althergebrachte Bürokratie mit sich selbst beschäftigt und der Frage, wie sie
immer weitere Kompetenzen anhäuft. Um diese bisherige deutsche Bürokratie in
Schutz zu nehmen, muß man sagen, dass sie in einem Staat wie dem unserem recht
gut funktioniert, während es in den meisten Staaten keine korruptionsfreie und
funktionierende Bürokratie gibt und dass genau dies der Grund ist, warum diese
Länder unterentwickelt sind und bleiben. Die digitale Bürokratie wird viel
einfacher arbeiten können, denn sie kann dank der für jederman zugänglichen
Daten des Bundesinformationsdienst genau nachvollziehen, wer wo wohnt, wer was
verdient hat und wer Anspruch auf welche Leistungen hat.
9.
Vorbei werden die
Zeiten sein, wo ich eine Steuererklärung machen muß und jede meiner Auslagen
und Einnahmen belegen muß. Das Finanzamt weiß alles bereits. Oder wenn ich
einen PKW anmelden will: Die Zulassungsstelle weiß bereits, welchen PKW ich
gekauft habe und welche Versicherung ich habe. Im Hintergrund werden
gigantische Datenmengen bewegt werden, aber ich selbst werde damit gar nicht
belastet werden. Aber ich kann jederzeit selbst überprüfen, ob die
gespeicherten und verwendeten Daten korrekt sind, denn alle diese Daten sind
für mich und alle Welt einsehbar.