Von
Im allgemeinen wird der Weltfriede
so definiert: Er ist ein Zustand, der zwischen den Nationalstaaten herrscht.
Und hier liegt schon der Denkfehler: Zwischen Nationalstaaten kann nur für eine
begrenzte Zeit Frieden herrschen. Sobald die grundlegenden Interessen eines
Nationalstaates bedroht sind, muß er
aus Gründen der Selbstbehauptung und der Selbstachtung zum Mittel des Krieges
greifen. Solange es souveräne Nationalstaaten gibt, wird es immer neue Kriege
geben. Wer "Nationalsstaat" sagt, muß im gleichen Atemzug "Krieg" sagen. Frieden
und Nationalstaat sind unvereinbare Gegensätze. Wer den souveränen
Nationalstaat will, will im Grunde den Krieg. Deswegen sind Nationalisten auch
so oft zu Kriegsverbrechern geworden. Der Spruch "Right or wrong, my
country!" (egal, ob recht oder unrecht, es ist
mein Land !") ist Ausdruck eines unmoralischen Gruppenegoismus. Leider
beschreibt er die unmoralische Grundhaltung vieler nationaler Politiker. Aus
dieser Unmoral ergibt sich, daß eine Friedensordnung
auf internationaler Basis (also zwischen den Nationen) auf die Dauer
nicht von Bestand sein kann. Nur eine übernationale Friedensordnung kann
auf Dauer den Frieden sichern. Übernational heißt: es muß
eine Friedensordnung sein, der die nationalen Politiker untergeordnet sind. Daß diese von einer Unterordnung nicht begeistert sind,
sondern alle Ansätze für eine übernationle Ordnung im
Keim ersticken und sabotieren, versteht sich von selbst. Wer gegen eine übernatione Ordnung spricht, spricht nur das nach, was die
nationalen politischen Klassen propagieren.
Internationale
Vereinbarungen und internationale Zusammenschlüsse können nur ein erster
Schritt zu einer übernationalen Ordnung sein.
Solange die
Friedensforscher nur Wege aufzeigen, wie die Nationen besser miteinander
auskommen können, ist dies zwar verdienstvoll, aber letztendlich zum Scheitern
verurteilt. Es gibt nur ein tragfähiges Konzept: die Schaffung eines
Weltbundesstaates.
Das System der
souveränen Nationalstaaten ist die Quelle für ständig wiederkehrende Kriege,
ein System der Unsicherheit. Eine Friedensordnung zwischen souveränen
Nationalstaaten ist ein Widerspruch in sich selbst.
Ein dauerhafter
Weltfrieden kann nur so erreicht werden, wie er schon lange innerhalb
der Nationalstaaten existiert: Durch Recht und Gesetz, durch Gerichte, und
durch eine Polizei, die Recht und Frieden durchsetzt. Heute erscheint es uns
absurd, daß Bayern und Brandenburg einen Krieg führen
könnten. Dabei liegt 1866 noch garnicht so weit
zurück. Wenn man noch weiter zurückgeht, findet man Zeiten, in denen die
Bayreuther einen Krieg gegen die Nürnberger führten (im Jahr 1553).
In Ex-Jugoslawien sind
neue, souveräne Nationalstaaten entstanden. Mit ihnen entstand einer neuer
Krieg. Dies beweist überzeugend, daß ein souveräne
Nationalstaaten die ständige Ursache von Kriegen sind. Über Bündnissysteme
können in den Konflikt einzelner Nationalstaaten andere Staaten hineingezogen
werden, wie uns das Beispiel des Ersten Weltkrieges deutlich zeigt.
Seit Jahrtausenden haben
sich Recht und Gesetz als Mittel der Friedenssicherung innerhalb der Staaten
bewährt. Darüber gibt es keinen Zweifel, und die Mehrzahl der Menschen wird
hier zustimmen. Genauso richtig ist der Schluß, daß Recht und Gesetz das beste Mittel sind, um zwischen den
Staaten den Frieden zu garantieren.
Man könnte jetz sagen: "Es gibt ja bereits das Völkerrecht".
Aber wo ist die Instanz, die es durchsetzt? Wohl gibt es den Internationalen
Gerichtshof in Den Haag. Aber was passiert, wenn sich ein Staat dem Rechtsspruch nicht
unterwirft? Nichts, weil es keine Instanz gibt, die dem Recht Gültigkeit
verleiht. Hinzu kommt, daß vor dem Haager Gerichtshof
nur Staaten, aber kein Volksgruppen oder einzelne Menschen ihr Recht, z.B. ihre
Menschenrechte, einklagen können. Solange dies nicht der Fall ist, verharrt die
Menschheit im Zustand der Barbarei. Solange die Anarchie zwischen den
Nationalstaaten fortbesteht, kann es keinen wahren politischen Fortschritt
geben.
Bisher kreiste das
Denken der Politiker um die eigene Nation. Dieses Denken kann die großen
Probleme der Menschheit nicht lösen. Die Menschheit braucht Politiker, die das
das Wohl der gesamten Menschheit im Auge haben, und die sogar bereit sind, die
Ansprüche und Interessen der eigenen nation
zurückzustellen, wenn es um das Wohl der gesamten Menschheit geht. Wir brauchen
Politiker, die durch ein Mandat durch den Wähler dazu beauftragt sind, die
Sache der gesamten Menschheit zu vertreten. Wir brauchen
"Weltpolitiker" in einem ganz anderen Sinn, als dieses Wort bisher
gebraucht wurde.
Und wo ist der Ort, an
dem die wahren Weltpolitiker arbeiten können? Es ist ein Weltparlament und eine
Weltregierung. Beide Institutionen haben aber nur Sinn, wenn sie ihre
Beschlüsse auch in die Tat umsetzen können. Dies ist nur möglich, wenn sie
Macht haben. Diese Macht können sie nur haben, wenn ihnen die souveränen
Nationalstaaten Rechte abtreten, d.h. auf einen Teil ihrer Souveränität
verzichten. Dies wäre der Fall in einem Weltbundesstaat.
Ganz wichtig ist, daß die Macht, die Weltregierung und Weltparlament ausüben,
einer demokratischen Kontrolle unterworfen ist. Darüber haben sich schon viele
kluge Verfassungsrechtler Gedanken gemacht, und sie haben Verfassungentwürfe
ausgearbeitet, die gewährleisten, daß aus der
Weltregierung keine Weltdiktatur wird.
Neben dem demokratischen
Prinzip ist für eine Weltregierung das Prinzip der Subsidiarität sehr wichtig.
Es besagt, daß die Weltregierung nur für die Aufgaben
zuständig ist, die über die Möglichkeiten der einzelnen Nationalstaaten
hinausgehen: Die Verhinderung von Kriegen, die weltweite Bekämpfung von Hunger,
Seuchen, organisiertem Verbrechen und Überbevölkerung, den weltweiten Schutz
der Umwelt. Kein einzelner Nationalstaat kann z.B. die Reinhaltung der Meere
und Flüsse gewährleisten.
Der Weltbundesstaat muß sehr starke föderalistische Elemente haben, welche ein
Gegengewicht zu Weltregierung und Weltparlament bilden. So wie Deutschland
neben dem Bundestag einen Bundesrat hat, so muß es
neben dem Weltparlament einen Rat der Nationalstaaten geben.
Neben dem Weltparlament
und der Weltregierung muß es eine Weltjustiz geben,
also ein System von Gerichtshöfen, vor denen jederman
ohne unzumutbar lange Reisen auf sich zu nehmen, seine Menschenrechte
einzuklagen kann. Dies unabhängigen Gerichtshöfe müßen
gewährleisten, daß der einzelne Mensch, aber auch
jede Gemeinde, jeder Region und jede Nation gegen Übergriffe geschützt wird.
Übergriffe können durch die Weltregierung geschehen. Aber viel häufiger werden
sie wohl durch benachbarte Nationen oder durch die eigene Nation geschehen.
Was nützt aber eine
Justiz, wenn ihre Urteile nicht respektiert werden oder wenn die Schuldigen
nicht vor Gericht gebracht werden? Deshalb muß es
auch eine Weltpolizei geben.
Was nützt ein
Weltgerichtshof, wenn die Kriegsverbrecher gleichzeitig Staatsoberhäupter sind
und durch Propaganda ein ganzes Volk und eine ganze Armee hinter sich haben?
Ein Weltgerichtshof nützt nichts, solange es keine Weltpolizei, keinenWeltgeheimdienst und keine Weltarmee gibt.
Und wie kann man nun
gegen einen Kriegsverbrecher vorgehen, der gleichzeitig Staatoberhaupt ist? Auf
keinen Fall so, daß man gegen die Zivilbevölkerung
des von ihm beherrschten Landes Krieg führt. Vielmehr muß
man versuchen, eines Verbrechers gegen die Menschheit in irgend einer Weise
habhaft zu werden. Sei es, daß man ihn in eine Falle
lockt oder sei es, daß man ihn entführt. Das wird
wohl meist nicht möglich sein, deswegen wird man, nachdem er vom
Weltgerichtshof verurteilt wurde (notfalls in Abwesenheit), versuchen müssen
ihn zu töten. Eine der Aufgaben des Weltgeheimdienestes
wird es sein, Wege zu finden, Kriegsverbrecher zu töten, die Staatsoberhäupter
sind.
Natürlich wird ein
solches Staatsoberhaupt einen Versuch, ihn zu töten, mit einer persönliche
Kriegserklärung an den Präsidenten der Weltregierung beantworten. Er wird also
seinerseits danach streben, den Weltpräsidenten oder seine Angehörigen oder
Mitarbeiter zu ermorden. Es wird also der Fall eintreten, daß
nicht mehr die Völker untereinander Krieg führen, sondern die Politiker, ihre
Leibwächter, ihre Geheimdienste und ihre Elitetruppen.
Wenn nämlich der Versuch
scheitert, einen Verbrecher gegen die Menschheit durch auf seine Person
begrenzte Maßnahmen auszuschalten, müssen militärische Aktionen durch
Elitetruppen der Weltarmee durchgeführt werden, die aber stets auf die Schonung
der Zivilbevölkerung bedacht sein müssen. Diese Art der Kriegsführung wird
etwas Neues sein, und sich erheblich von den Massakern der bisherigen Kriege
unterscheiden. Sie werden eher den Charakter von mit höchster Professionalität
und mit viel Phantasie geführter Kommando-Unternehmen haben. Entsprechend wird
die Weltarmee eine kleine Armee von hochspezialisierten
Freiwilligen sein.
Es ist anzunehmen, daß es der Weltregierung nach einer Phase von einigen
Jahrzehnten gelingen wird, einen Zustand der Welt zu etablieren, der die
Anwendung von militärischer Gewalt beinahe unnötig macht. Allerdings wird es in
den ersten Jahrzehnten wohl nicht ohne punktuelle Aktionen zur Beseitigung
verbrecherischer Regierungen oder Organisationen abgehen. Aber diese Aktionen
werden im Grunde keine Kriege, sondern eher Polizeiaktionen und
Kommando-Unternehmen sein.
Viele Pazifisten und
Anhänger der Gewaltfreiheit mögen dieses Konzept der legitimierten und
punktuellen Gewaltanwendung gegen Verbrecher gegen die Menschheit ablehnen. Sie
mögen aber bedenken, daß auch die Bundesrepublik
Deutschland selbstverständlich polizeiliche Gewalt gegen Verbrecher anwendet.
Solange es neben eintausend friedlichen Pazifisten eine einzige Person gibt,
die sich Vorteile durch Gewaltanwendung verspricht, ist das Konzept des
Pazifismus gescheitert. Die gleichen Menschen, die einen Abscheu vor Gewalt
haben, können nur deshalb leben, ohne persönlich Gewalt anwenden zu müssen,
weil es eine Polizei gibt, die sie schützt. Und die Polizei kann nur schützen,
wenn sie notfalls Gewalt gegen Verbrecher anwendet.
Gegen eine Weltregierung
wird oft der Einwand eingebracht, daß eine
Weltregierung eine Weltdiktatur wäre. Gewiss ist es denkbar, daß aus einer demokratisch legitimierten und
kontrollierten Weltregierung durch
unglückliche Umstände eine Weltdiktatur wird. Aber dies kann auch mit dem
Nationalstaat geschehen, in dem wir heute leben. Diktaturen entstehen dort
besonders leicht, wo sich das Volk durch einen äußeren Feind bedroht fühlt.
Eine Weltstaat wäre aber von keinem äußeren Feind bedroht.
Gegen ein Weltparlament
wird eingewandt, daß in diesem Parlament die weiße
Rasse und die Bewohner der Industrieländer in der Minderzahl wären. Das stimmt.
Möglicherweise wären sogar die Bewohner demokratisch regierter Staaten in der
Minderzahl. Daraus wird dann gefolgert, daß der
Weltstaat eine Diktatur wäre, daß die weiße Rasse von
den Farbigen überstimmt würde und daß die
Industriestaaten ihre Reichtümer zu sanierung der
Dritten Welt opfern müßten.
Ist damit für uns weiße
Bewohner der nördlichen Industrieläner das
Weltparlament kein Thema mehr? Sollten wir nicht lieber alles so lassen, wie es
ist, zumal es uns doch recht gut geht?
Nein, wir sollten es
nicht. Denn wenn die Ungleichheit zwischen weiß und farbig, zwischen armen und
reichen Ländern weiter bestehen bleibt, werden sich die Unterpriviligierten
das mit Gewalt holen, was wir ihnen vorenthalten. Sie werden bei uns einfallen
wie die Heuschrecken, und wenn wir eine Art Limes gegen die Armutsflüchtlinge
errichten, werden sie uns mit Terror und krieg überziehen. Sie werden über
Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen verfügen, und sie werden sich nicht
scheuen, sie gegen uns anzuwenden. Denn sie haben nichts zu verlieren.
Es ist also in unserem
ureigenen Interesse, eine weltweite Ordnung zu schaffen, die Kriege und Armut
ausschließt. Und der einzige Weg dazu ist und bleibt nun einmal ein
Welt-Bundesstaat.
Um uns vor Bevormundung
durch eine Mehrheit der Farbigen und der Armen zu schützen, muß
der Welt-Bundesstaat föderalistisch aufgebaut sein und die einzelnen Nationen
müssen wiegehend frei über ihre eigenen Belange
bestimmen können. Es muß auch gewährleistet sein, daß der Wohlstand der reichen Länder gewahrt bleibt. Dieser
Wohlstand gründet sich in erster Linie auf dem Fleiß und den Gemeinsinn der
Bevölkerung der Industrieländer. Diese Tugenden sind die hauptsächliche Ursache
unseres Wohlstandes, nicht die Ausbeutung der Dritten Welt. Wir können auch dann
wohlhabend bleiben, wenn wir die Dritte Welt nicht ausbeuten. Wir müssen nur
einen Weg finden, den Verbrauch an Energie und Rohstoffen auf ein Minimum zu
reduzieren.
Werfen wir doch einen Blick auf die Dritte Welt. Wir
sehen dort Großgrundbesitzer und landlose Bauern. Wir sehen korrupte
Verwaltungen und Diktatoren, die ihr eigenes Volk betrügen. Wir sehen eine
Bevölkerung, die sich ungebremst vermehrt und wenig Initiative entfaltet, ihre
eigene Lage zu verbessern. Eine wirklich wirksame Entwicklungshilfe muß all diese Ursachen des Elends beseitigen. Ein Teilen
mit der Dritten Welt ist nicht erforderlich, höchstens eine Hilfe zu
Selbsthilfe.
Heute haben es die
Bewohner der demokratisch regierten Industrienationen noch in der Hand, eine Weltordnug zu schaffen, die weltweit die Demokratie als
verbindliche Staatform etabliert und alle Staaten in einem Weltbundesstaat
vereint. Wie die Verfassung dieses Weltbundesstaates beschaffen sein muß, das können wir westlichen Demokratien bestimmen. Sie
sollte demokratisch, gerecht, subsidiär und föderalistsich
sein. Sie sollte den durch ehrliche Arbeit geschaffenen Besitzstand wahren.
Heute haben es die
westlichen Demokratien noch in der Hand, die
Welt zu ordnen. Die USA, Europäische Union, die Reformstaaten
Osteuropas, Japan, Australien und Kanada stellen zusammen eine so einflußreiche Macht dar, daß sich
ihr der Rest der Welt auf nicht widersetzen kann - wenn sie ihre Karten klug
ausspielt.
Es ist von vorrangieger Bedeutung, daß Rußland eng an den Westen angebunden wird und sich zu einer
stabilen Demokratie entwickelt. Deshalb darf Rußland
nicht zum neuen Feindbild aufgebaut werden, sondern Rußland
muß Teil Mitglied der NATO und der Europäischen Union
werden.
Da ein Beitritt Rußlands das Subventionierungssystem der EU in den Bankrott
treiben würde, muß sich der Charakter der EU ändern.
Es muß von einem Apparat zur Verteilung von
Subventionen in einen Bundesstaat umgewandelt werden, in welchem die
Einzelstaaten für ihr wirtschaftliches Wohlergehen weitgehend selbst verantwortlich
sind. Das Schwergewicht der EU-Politik muß auf eine
gemeinsame Außenpolitik und Militärpolitik gelegt werden. Sie muß darauf zielen, die EU zum Kristallisationskeim für eine
geeinte und friedliche Welt zu machen. Gleichzeitig mit Rußland
müßen die USA und Kanada der EU beitreten. Weitere
Beitrittskandidaten sind: Japan, Indien, Türkei und Ägypten. Damit ist wäre die
islamische oder asiatische Gefahr weitgehend gebannt. Denn die Chinesen sind
ein im Grunde friedfertiges Volk. Auch sie würden früher oder später der
Weltgemeinschaft beitreten, ebenso wie die lateinamerikanischen ud die afrikanischen Völker.
Hier ist nun schon ein
Weg aufgezeigt, wie die Welt zu einer Einheit zusammenwachsen könnte, ohne daß die europäisch-stämmigen Völker von den Farbigen
bevormundet werden, aber auch ein Weg, wie es zu dem notwendigen weltweiten
friedlichen Interessenausgleich kommen könnte.
Politische wäre dieser
Weg gangbar. Die Voraussetzung dazu ist aber der politische Wille, und zwar
nicht nur bei den Regierenden, sondern noch viel mehr bei der Bevölkerung.
Diejenigen, die der Bevölkerung vordenken, was sie
dann nachdenkt, das sind die Intelektuellen. Das sind
die Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch das geschriebene oder gesprochene
Wort verdienen. Diese "Menschen des Wortes" sind dienjenigen,
die letztendlich zu verantworten haben, in welche Richtung die zukünftige
politische Entwicklung gehen soll. Die Menschen des Wortes müßen
entscheiden, ob sie sich den Wirtschaftsliberalismus, das Konsumdenken oder den
Machterhalt der nationalen Eliten zu ihrem Daseinszweck machen wollen, oder ob
sie für das Wohl der gesamten Menschheit eintreten wollen.
Es gibt nämlich noch
einen größeren Sinn und eine größere Aufgabe, als dem Lebensgenuß,
dem Reichtum oder der Anerkennung hinterherzujagen:
dem Erhalt der Menschheit und der Schöpfung zu dienen. Und das heißt
zuallererst: dem Frieden und der Gerechtigkeit dienen, und zwar nicht für die
heutigen, sondern auch für die kommenden Generationen.
Die Menschheit kann die
großen Zukunftsprobleme nur friedlich und gemeinsam lösen. Wir Menschen müssen
erkennen, daß es im Grunde nur eine Nation gibt: Die
Nation aller Menschen. Nur diese Nation kann weltweit Gerechtigkeit und Frieden
garantieren. Nur eine geeinte Menschheit kann die gewaltigen Mittel, die für
Kriege und und Kriegsvorbereitungen ausgegeben
werden, sinnvoll für die Entwicklung der Welt nutzen. Nur eine geeinte
Menschheit kann den Zusammenbruch der Ökosysteme und die Zerstörung unseres
Planeten verhindern. Nur eine geeinte Menschheit kann garantieren, daß jeder Mensch in seinem eigenen Heimatland in Frieden,
Sicherheit und Wohlstand leben kann,
anstatt in fremde Länder fliehen zu müssen.
Dies sind meine
Überlegungen. Sie sind in weiten Teilen in Einklang mit den Ideen und Zielen
der Weltföderalisten, bei denen ich eine politische Heimat gefunden habe. Ich
würde mich freuen, wenn Sie mich und die Weltföderalisten in irgendeiner Form
unterstützen würden. Werden Sie Mitglied der Weltföderalisten. Betrachten Sie
Ihre Mitgliedschaft als eine Art Versicherung für Ihre Zukunft. Oder noch
besser: arbeiten Sie mit uns an dieser besseren Zukunft. Sie werden sehen: Ihr
Leben bekommt nicht nur einen neuen Sinn, sondern es wird auch reicher und
schöner. Denn die Arbeit zum Wohl der Menschheit gibt ihrem Leben Bedeutung und
Inhalt. Und diese Arbeit bringt Sie mit vielen neuen und interessanten Menschen
in Berührung. Sie werden die bemitleiden, deren Denken nur im Alltäglichen
gefangen bleibt.